Angelesen: ‚20.000 Meilen unter dem Meer‘ von Jules Verne

Print Friendly

Für 2,99 Euro erstand ich neulich die Hörbuchversion des Klassikers „20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne. Nicht immer nur Krimis – ab und an auch etwas Weltliteratur. Das ist meine mir selbst auferlegte Devise. Und was könnte sich in Sachen Weltliteratur besser eignen, als das Werk eines Mannes, der seiner Zeit weit voraus war und als ein Genie seiner Tage galt?! Also schaltete ich jeden Morgen und Abend in der Straßenbahn Jules Verne ein … und wunderte mich eine Zeit lang, warum ich auf einmal immer so müde wurde.

Klappentext von „20.000 Meilen unter dem Meer“

Professor Aronnax und sein Diener Conseil machen sich auf die Suche nach dem unbekannten Seeungeheuer, das für zahlreiche rätselhafte Schiffsunglücke verantwortlich sein soll. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Seeungeheuer um die „Nautilus“ handelt, das Unterseeboot des seltsamen Kapitäns Nemo. Der Professor und sein Diener verbringen eine Zeit auf dessen Schiff und erleben eine faszinierende Unterwasserwelt, aber auch Kämpfe mit Haien und Riesenkraken.

Meine (lückenhafte) Meinung zu „20.000 Meilen unter dem Meer“

Meine Einleitung lässt wohl schon erahnen, wie faszinierend ich die „faszinierende Unterwasserwelt“ 20.000 Meilen unter dem Meer empfand. Sicher: Jules Verne hatte einiges auf dem Kasten und schrieb über Dinge, die sich zu seiner Zeit noch anhörten, wie die bemannte Reise zum Mars in unserer Zeit. Sein Wissen ist einfach sagenhaft, wenn er die Konstruktion der Nautilus bis zur letzten Schraube erörtert und sämtliche Gattungen der Meeresbewohner aufdröselt. Das Ganze hatte für mich nur einen Haken: Solche Sachen interessieren mich nicht die Bohne!

So genial der Mann auch war – mich schläferten die tausenden Fakten schlichtweg ein. Jeden Morgen kam ich komplett gerädert im Büro an; jeden Abend verpasste ich fast meine Haltestelle, weil ich schon wieder eingenickt war. Es dauerte eine Zeit, bis ich begriff, dass das keineswegs an meinen Schlafgewohnheiten lag, sondern schlichtweg an dem Buch, das ich gerade hörte. Also entschloss ich mich zu einen radikalen Schritt, den ich fast nie wage: Ich schaltete ab und lud mir ein neues Buch herunter. Über Die Analphabetin, die rechnen konnte werde ich demnächst berichten.