Warum ich gerade meine Lust auf Online-Shopping verliere

Print Friendly

Bequem von der Couch zuhause bestellen – was gibt es denn Schöneres?! Draußen regnet es, doch wir bummeln von Shop zu Shop und packen dies und das in unseren Warenkorb. Gerne auch mal etwas mehr, zur Ansicht, als Auswahl, einfach weil wir ja ohnehin etwas bestellen. Unser Kleiderschrank und DVD-Regal wächst so nicht Stück für Stück, sondern sprunghaft. Gegenteilige Tendenz verzeichnet unser Bankkonto. Und doch war ich bisher ein großer Freund des Online-Shoppings. Die Betonung in diesem Fall liegt jedoch mittlerweile auf „war“.

Online-Shopping: Eine neue Irrfahrt

Gerade neulich habe ich euch von der Odyssee berichtet, die der Verlust meiner James-Blunt-Eintrittskarten nach sich gezogen hatte. Nun habe ich eine neue Story auf Lager: Bestellung bei H&M online – da ich so ungern in den Läden in der Schlange stehe. Versandbestätigung kommt. Eine Woche später wundere ich mich, dass noch nichts da ist. Ich forsche nach und finde heraus, dass mein Paket gerade auf dem Rückweg ist. Na toll, hat einer das Ding angenommen und zurückgeschickt. Was für ein Scherzkeks. Es kommt noch besser: Mir wird der Retouren-Eingang bestätigt und dabei fehlen drei Stücke. Da hat also jemand das Paket in Empfang genommen, geschaut, was er brauchen kann und den Rest zurück geschickt. Ganz ehrlich: Die Leute werden doch immer bescheuerter, oder? Und ich ärgere mich jetzt seit einem guten Monat mit H&M rum, da die zuerst mein Anliegen nicht ganz kapierten, dann mich mit Bürokratie zumüllten und jetzt den Fehlbetrag nicht verbucht bekommen. Für so etwas habe ich gerade überhaupt keine Nerven!

Die Nachteile von Online-Shopping

Auch aus diesem Grund schwindet so langsam meine Vorliebe für das schnelle, bequeme und spontane Einkaufen im Internet. Und bei Tageslicht betrachtet spricht tatsächlich einiges gegen diese Art des Einkaufs:

  • Höhere Kosten, denn man bestellt meist mehr als man braucht.
  • Mehr Fehlkäufe, denn man ist zu faul wegen einer kleinen Retoure zur Post zu laufen.
  • Erhöhtes Risiko bei Kreditkartenzahlung o. ä.
  • Lieferungen können verloren gehen oder gestohlen werden.
  • Das gemeinschaftliche Bummeln mit Freunden entfällt.
  • Das Einkaufserlebnis bleibt meist auf der Strecke.
  • Es entsteht bergeweise Verpackungsmüll.
  • usw.

Schnäppchenjäger werden jetzt einwenden, dass man im Internet aber viel besser Preise vergleichen kann als in den Läden vor Ort. Da ist selbstverständlich etwas dran, doch gibt es mittlerweile Websites, die die Schnäppchenjagd im Netz mit dem Einkaufserlebnis vor Ort verbinden, wie z. B. Locafox. Hier sucht man nach Schnäppchen in der Region – und bekommt angezeigt, wo die gewünschte Jeans, das Tablet oder ein bestimmter Koffer am günstigsten sind.

Das könnte eine Alternative sein für Leute, die nicht mehr verschollenen Bestellungen nachjagen und Unmengen Verpackungsmüll entsorgen möchten.


Comments are closed.