Rush – Alles für den Sieg: Spannendes Rennen oder lahme Ente?

Print Friendly

Eigentlich wollten wir uns „Rush – Alles für den Sieg“ damals schon im Kino anschauen. Aber wie immer waren die Tage zu kurz und die Wochen flogen vorbei. Daher warteten wir gespannt auf die DVD-Veröffentlichung. Und jetzt kann ich euch endlich berichten, wie mir das Formel-1-Drama um Niki Lauda und seinen britischen Konkurrenten James Hunt gefallen hat. Wie ihr an den Sternen erkennen könnt, lohnen sich sowohl das Weiterlesen als auch der Kauf der DVD.

Der Inhalt von „Rush – Alles für den Sieg“

Mit dem Briten James Hunt (Chris Hemsworth) und dem Österreicher Niki Lauda (Daniel Brühl) treffen in den 1970-er Jahren zwei Rennfahrer auf der großen Bühne des Motorsports zusammen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Der eine ein smarter Playboy, für den das Leben erst lebenswert ist, wenn es an der Schwelle zum Tod stattfindet. Der andere extrem strebsam und diszipliniert, der seinen Erfolg strategisch plant, anstatt seinem Gefühl zu folgen. Beide sind erbitterte Konkurrenten – bis sie im Jahr 1976 die Rennen ihres Lebens fahren.

Meine Meinung zu „Rush – Alles für den Sieg“

Jeder Formel-1-Interessierte kennt die Geschichte von Niki Lauda und seinem schweren Unfall im August 1976. Die Feindschaft zu seinem Konkurrenten James Hunt ist nahezu legendär. Dennoch schafft es Rush – Alles für den Sieg (Blu-ray), die Ereignisse ohne Vorurteile und Wertung zu erzählen. Als Zuschauer ist man immerzu hin- und hergerissen, wer denn nun der schlimmere Schurke der beiden ist und wem man den Sieg mehr gönnen würde. Dabei ist das Ende längst bekannt. Dennoch fiebern wir mit, wenn Niki Lauda mit dem Tod ringt und James Hunt die letzten Runden des entscheidenden Rennens in der Saison 1976 absolviert.

Dabei bannen uns noch nicht einmal die tollen Bilder oder mitreißenden Schnitte. Es sind die Schauspieler, die mich auf ganzer Linie überzeugt haben und „Rush – Alles für den Sieg“ sehenswert machen. Thor-Darsteller Chris Hemsworth nimmt man seine Rolle als draufgängerischer Lebemann vollkommen ab und Daniel Brühl spielt einfach perfekt. Kein Wunder, dass er für den Golden Globe nominiert war. Der österreichische Akzent, die Mundhaltung und Mimik – das alles erinnert eindrücklich an den echten Niki Lauda. Bisher kannte ich diesen nur als teils etwas schnippischen RTL-Experten. Doch den Ausflug in sein (Gefühls-)Leben in den 1970-er Jahren fand ich spannend und absolut sehenswert.

Obwohl die Geschichte bekannt ist, ließ mich „Rush – Alles für den Sieg“ in einer nachdenklichen Stimmung zurück. Und das ist etwas, das ich diesem Film niemals nicht zugetraut hätte. Daher lautet mein Urteil: Sehr sehenswert!

Die Kino-Vorschau zu „Rush – Alles für den Sieg“