Geld sparen durch clevere Abo-Verwaltung

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Wisst ihr, was mich manchmal echt nervt: Die Tatsache, dass man als treuer Stammkunde in diesem Land weniger wert ist denn als potenzieller Neukunde. Das fängt beim Handy-Anbieter an, zieht sich über die Bank bis hin zum kleinen Zeitschriften-Abonnement. Bank-Neukunden bekommen das kostenlose Girokonto ohne Mindestgeldeingang – Bestandskunden dürfen nicht umstellen. Die tollen Handy-Tarife richten sich an neue Nutzer – die alten müssen 150 Euro Gebühr fürs Umstellen bezahlen, selbst zum Laufzeitende. Und die tollen Prämien bei Zeitschriften-Abos bekommen auch nur die, die die Zeitschrift bislang gar nicht toll finden. Das ist doch eine Sauerei!

Während sich die ersten beiden Dinge nur durch viel Aufwand ändern lassen, können wir uns bei den Zeitschriften-Abos recht leicht wehren. Und dadurch sparen wir richtig viel Geld.

Zeitschriften-Abo: Der erste Schritt, um Geld zu sparen

Als allererstes sollten wir uns die Frage stellen, ob wir das Abonnement tatsächlich brauchen. Kommt die Zeitung nur noch, weil wir immer wieder die Kündigung vergessen? Lesen wir sie tatsächlich oder liegt sie nur dekorativ auf dem Couchtisch? Könnten wir das Geld vielleicht besser nutzen?

Wenn wir die Zeitschrift nur sporadisch lesen, brauchen wir kein Abo. In solchen Fällen reicht es, wenn wir sie uns bei Interesse direkt am Kiosk holen. Wollen wir die Zeitschrift jedoch tatsächlich weiterlesen, heißt der nächste Schritt: Kündigung!

Zeitschriften-Abo: Kündigen, um weiterzulesen

Das liest sich auf den ersten Blick komisch, ist jedoch eine gute Möglichkeit Geld zu sparen. Denn entweder ruft uns der Kundenservice an und bietet uns eine neue Prämie an, wenn wir das Abo weiterlaufen lassen. Oder wir schließen nach Ablauf des Abos ein neues ab – und sichern uns so die Prämie.

Und mit Prämie meine ich nicht den Einkaufbeutel oder die Nachttischlampe. Ich meine den Einkaufsgutschein oder den Verrechnungsscheck. Denn durch diese holen wir unsere Investition fast wieder rein.

Beispiel: Vor einigen Wochen abonnierte ich eine neue Zeitschrift und bekam dafür einen Amazon-Einkaufsgutschein als Prämie. Das Abo für die Zeitschrift kostete mich 42,00 Euro. Der Einkaufsgutschein beläuft sich auf 35,00 Euro. Da ich über kurz oder lang wieder irgendetwas bei Amazon bestellen werde, hat mich das Jahresabo also nur 7,00 Euro gekostet.

Zum Vergleich: Was bekommt jemand, der das Abo weiterlaufen lässt? Er darf ab dem zweiten Jahr mehr zahlen, denn dann muss er auch für den Versand aufkommen. Dann doch lieber kündigen, oder?

Zeitschriften-Abo: Der Schritt nach dem Abo-Abschluss

In einem nächsten Schritt werde ich das neue Abo kündigen, sobald die Prämie ins Haus geflattert ist. So kann ich es nach einem Jahr nicht vergessen. Außerdem zwinge ich mich, mir zu überlegen, ob ich die Zeitung weiter beziehen möchte. Im Falle eines klaren „Nein“ spare ich Geld, weil ich den Kündigungstermin nicht verpasst habe. Im Falle eines „Ja“ schließe ich ein neues Abo ab und sichere mir eine neue Prämie.

Ist vielleicht etwas frech, aber was wäre die Alternative? Als treuer Abo-Kunde mehr bezahlen als der unregelmäßige Kiosk-Käufer. Das ist mindestens ebenso frech.


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