BBC-Serie „Sherlock“ endlich mit einer dritten Staffel

Print Friendly

Im britischen Fernsehen liefen die neuen „Sherlock“-Folgen bereits. Und wenn man den Angaben auf der ARD-Website glauben darf, wird die dritte Staffel ab Pfingsten auch im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Ich persönlich habe es natürlich nicht so lange ausgehalten und mir neulich die komplette dritte Staffel bei iTunes heruntergeladen. Auf Englisch. Puh! Doch für eine kleine Vorschau und Kritik habe ich genug verstanden.

Der Inhalt von „Sherlock – Die dritte Staffel“

Selbstverständlich werde ich an dieser Stelle keine Details oder gar Mörder verraten. Aber ich plaudere mit Sicherheit nicht allzu viel aus, wenn ich hier schreibe, dass Sherlock Holmes seinen Sturz vom Dach am Ende der zweiten Staffel überlebt hat. Überraschung! Sherlock spielt weiterhin mit bei „Sherlock“! Ansonsten folgt auch die dritte Staffel dem bewährten Muster der beiden Vorgänger: actiongeladen mit tausend falschen Fährten und ungewöhnlichen Recherchemethoden.

Meine Meinung zu „Sherlock – Die dritte Staffel“

Sherlock ist weiterhin spritzig und frech. Doch kommt er mir in der dritten Staffel sehr viel menschlicher vor als in den ersten sechs Folgen. Das steht ihm meiner Meinung nach nicht sonderlich gut, schließlich ist er ein selbsterklärter Soziopath. Auch die schnellen Schnitte und Bildschwenke, die in den ersten Folgen neu und frisch wirkten, werden in der dritten Staffel etwas übertrieben. Finde ich zumindest.

Diese beiden Kritikpunkte ändern jedoch nichts an meiner Meinung, dass „Sherlock“ derzeit die beste Krimiserie im internationalen Fernsehen ist. Hier gibt es keine Kamerafahrten bis hinein in irgendwelche tödlichen Wunden, hier gibt es Krimis mit Köpfchen für alle, die genug von stupiden Mordermittlungen haben. Das alles krönen zwei hervorragende Schauspieler, die mittlerweile bewiesen haben, dass sie zu Größerem berufen sind als einer Fernsehserie. Trotzdem hoffe ich, dass Benedict Cumberbatch und Martin Freeman dieser noch lange erhalten bleiben.

Ach ja: Die englische Fassung

Wer jetzt auch nicht mehr bis Pfingsten warten will und sich stattdessen die englischen Folgen holen möchte, dem sei Folgendes gesagt: „Sherlock“ auf Englisch ist eine Herausforderung. Vor allem, wenn er seine Deduktionen in einem Affentempo herunter betet. Diese Geschwindigkeit soll zwar seine Brillanz unterstreichen, jedoch kann dies für ungeübte deutsche Zuhörer sehr unverständlich sein. Nur als kleine Vorwarnung …


Comments are closed.