Private Finanzen: Immer auf der sicheren Seite

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Was unterscheidet Politiker von normalen Menschen? Sie sorgen sich nicht um das Geld, das sie ausgeben, denn es gehört ihnen nicht. Wenn sie mehr Schulden machen als geplant, erhöhen sie eben die Steuern – der kleine Mann wird die Suppe schon auslöffeln. Und die normalen Menschen? Sie müssen zusehen, wie sie mit ihrem Geld zurechtkommen. Einen Nachschlag gibt es nicht. Damit das halbwegs gut geht, habe ich heute einen Tipp für euch, der bei mir in den vergangenen Jahren super funktioniert hat.

Wer mit seinem Geld gut haushalten will, braucht eine Haushaltsrechnung. Schon bei meiner Spar-Serie vor fast drei Jahren habe ich darauf aufmerksam gemacht. Und an dieser Meinung hat sich nichts geändert. Eine Haushaltsrechnung diszipliniert uns, weil wir sehen, was unterm Strich übrigbleibt, wenn wir die eine oder andere Sache mehr kaufen. Unnötige Ausgaben überlegen wir uns so zwei Mal und lernen so, Prioritäten zu setzen.

Haushaltsrechnung und asymmetrische Kontenplanung

Eine Haushaltsrechnung für mehrere Monate im Voraus ist die eine Sache – eine besonders großzügige bzw. knauserige Kontoführung die andere. Damit meine ich:

  1. Wenn wir Ausgaben für Geburtstage, Autoreparaturen oder Nebenkostenabrechnungen einplanen, sollten wir dies besonders großzügig tun. So stürzt uns eine höhere Rechnung nicht sofort in die roten Zahlen. Und wir freuen uns, wenn am Ende etwas Geld übrig bleibt.
  2. Mit Einnahmen sollten wir hingegen nur rechnen, wenn diese absolut sicher sind. Ein Gehalt von einem Arbeitgeber dürfte dazugehören, ebenso Rentenzahlungen oder das Kindergeld vom Staat. Freiberufler planen jedoch besser erst mit dem Geld eines Kunden, wenn dieses auf dem Konto eingegangen ist – Erfahrungswerte! 😉 Auch Steuererstattungen und andere ungewisse Einnahmen dürfen erst ausgegeben werden, wenn sie zu 100 Prozent sicher sind. Andernfalls gerät man schnell in finanzielle Schieflage.