Buchkritik: „Weil deine Augen ihn nicht sehen“ von Mary Higgins Clark

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Nach Monaten ohne einen Roman in der Hand habe ich in der letzten Woche endlich mal wieder ein Nicht-Fachbuch gelesen. Zum Wiedereinstieg habe ich einen leichten Krimi ausgewählt, also nichts, was mich zu sehr fordert. Die Wahl ist dabei gefallen auf „Weil deine Augen ihn nicht sehen“ von Mary Higgins Clark. Und tatsächlich hatte ich den spannenden Kriminalfall in nicht einmal einer Woche durch.

Klappentext von „Weil deine Augen ihn nicht sehen“

Für Margaret Frawley wird der schlimmste Albtraum Wirklichkeit: Skrupellose Erpresser entführen ihre dreijährigen Zwillingstöchter. Wie durch ein Wunder gelingt es den Eltern, die absurd hohe Lösegeldsumme aufzutreiben. Panisch vor Angst warten sie darauf, ihre Töchter nach der Übergabe wiederzusehen, doch nur Kelly kehrt zurück …

Meine Meinung zu „Weil deine Augen ihn nicht sehen“

Was mir an den Büchern von Mary Higgins Clark gefällt? Die Tatsache, dass ihre Romane häufig in oder um New York herum spielen – ich liebe New York! Ihr Schreibstil, der von vielen kurzen Kapiteln bestimmt wird, die immer an der spannendsten Stelle enden, um schnell vom nächsten Schauplatz zum übernächsten zu hüpfen. Und die Vielzahl der möglichen Bösewichte, die für Kurzweil beim Miträtseln sorgen.

All diese Elemente finden sich auch in ihrem Roman Weil deine Augen ihn nicht sehen. Daher reiht er sich vortrefflich ein in ihre anderen Werke, bei denen man bis zum Ende mitfiebern kann. Dennoch hat er mich am Ende etwas enttäuscht. Denn obwohl Mary Higgins Clark ihre Charaktere immer sehr realistisch mit all ihren menschlichen Stärken und Schwächen darstellt, scheint mir das Motiv für die Entführung doch schwer an den Haaren herbeigezogen. Aber gut, vielleicht auch nur, weil ich niemanden kenne, der so tickt. Gott sei Dank!