Kleine Finanz-Serie: Was ist eigentlich … eine Aktie?

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Heute geht sie zu Ende: Meine kleine Finanz-Serie, in der ich kurz und knapp alle gängigen Spar- und Anlagemöglichkeiten vorgestellt habe. Nach Tagesgeld, Festgeld, Anleihen und Fonds kommen nun die Aktien. Sicherlich hat jede dieser Anlageformen ihren Reiz. Wofür ihr euch entscheidet, hängt jedoch von eurem persönlichen Sicherheitsbedürfnis bzw. eurer Risikobereitschaft ab. Und eine seriöse Beratung ist in jedem Fall unerlässlich.

Wer eine Aktie eines Unternehmens kauft, kauft einen kleinen Anteil am Unternehmen direkt und wird damit ein so genannter Aktionär. Ein Aktionär leiht dem Unternehmen kein Geld und hat damit auch keinen Anspruch auf Zinsen. Im Falle einer Insolvenz kann er sich nicht in die lange Schlange der Gläubiger einreihen, die Geld vom Unternehmen zu bekommen haben. Seine Einlage ist in diesem Fall meist futsch. Der Aktionär ist Teilhaber es Unternehmens und trägt daher das Risiko für seine Einlage.

Steigende und fallende Kurse

Entwickelt sich das Unternehmen gut, steigt der Wert an der Börse, der Aktienkurs. Wenn der Aktionär in diesem Moment seine Anteile verkauft, kann er einen Gewinn machen. Entwickelt sich das Unternehmen jedoch schlecht, fällt der Kurs und der Aktionär macht Verluste, wenn er seine Aktien verkauft.

Eine Aktie ist immer ein Anteil am Grundkapital eines Unternehmens. Hat ein Unternehmen ein Grundkapital von 1 Mio. Euro, das auf 1 Mio. Aktien verteilt ist, hat die Aktie einen Nennbetrag von 1 Euro. Zu diesem Preis wird sie jedoch meist nicht gekauft oder verkauft. Der Preis für jede Aktie wird von Angebot und Nachfrage bestimmt: Wollen viele Menschen die Aktien eines guten Unternehmens kaufen, steigt der Kurs und die Aktie wird teurer. Wollen viele Menschen die Aktien eines schlechten Unternehmens loswerden, dürfte der Kurs in den Keller gehen, da zu viel Angebot auf zu wenig Nachfrage stößt.

Aktien: Ein Überblick

  • Wer eine Aktie sein eigen nennt, besitzt einen kleinen Teil eines Unternehmens.
  • Ein Aktionär hat keinen Anspruch auf Zinsen. Im Erfolgsfall kann er jedoch eine Dividende erhalten, wenn das Unternehmen Teile seines Gewinns an seine Aktionäre ausschüttet.
  • Ein Aktionär trägt allein das Risiko für das Geld, das er in das Unternehmen investiert. Ein Einlagensicherungsfonds o. ä. schützt ihn nicht.
  • Wer in Aktien investiert, sollte genau prüfen, an welchen Unternehmen er sich beteiligt und deren Entwicklung im Auge behalten.
  • Chancen: Kurssteigerung und Dividendenausschüttung möglich
  • Risiken: Kursverluste bis hin zum Totalverlust möglich
  • Aktien bieten keine feste Rendite.
  • Kursgewinne sind steuerpflichtig (Abgeltungssteuer).
  • Aktionäre haben ein Mitbestimmungsrecht auf der Hauptversammlung.

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