Wie kann ich der Schuldenfalle entkommen?

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Früher waren wir Deutschen ein Volk von braven Sparern. Doch so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass wir uns amerikanischen Verhältnissen annähern: Immer mehr Menschen finanzieren ihren Konsum auf Pump – ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was passiert, wenn die Raten fällig werden. Heute widme ich mich daher der Frage, wie man einen Ausstieg aus dieser Schuldenfalle schaffen kann.

Unverschuldete Notlagen vs. selbstverschuldete Geldsorgen

Dabei rede ich von selbstverschuldeter Überschuldung durch zu viel Konsum, nicht von unverschuldeten Notlagen, in die man infolge von Arbeitslosigkeit oder Erkrankungen geraten kann. Bei Letzerem hab ich keine Erfahrung (toi, toi, toi), jedoch können Schuldnerberatungen sehr gute Dienste leisten. Also, bitte keine Scham, wenn ihr Hilfe braucht! Denn eine Beratung kann euch viel Geld sparen und euer Leben sehr viel leichter machen.

Alle anderen mit Job und regelmäßigem Geldeingang müssen sich die Frage stellen, warum sie mit ihrem Geld nicht auskommen. Verdienen sie tatsächlich zu wenig? Oder geben sie ihr Geld „nur“ ohne Überblick aus?

Haushaltsrechnung und Spar-Tipps

Bei den Ausgaben gibt es Dinge, die wir bezahlen müssen, z. B. Miete, Strom, die Raten für einen Kredit usw. Und dann gibt es Dinge, die quasi nebenbei auflaufen, in der Summe jedoch einen riesigen Betrag ausmachen können. Daher brauchen wir unbedingt und immer eine Haushaltsrechnung.

„Wenn ich mir noch nicht einmal mehr dieses Paar Schuhe leisten kann, ist das ganze Arbeiten doch nichts wert. Man muss sich auch mal etwas leisten dürfen.“ Kennt ihr diese Aussage? Und habt ihr schon einmal den Gedanken gehabt, dass dieses Paar Schuhe gar nicht das Problem ist. Vielleicht sind sie es nur in Kombination mit dem Auswärtsessen am Abend zuvor, den Zeitschriften-Abos, dem großen Auto, dem teuren Handy-Vertrag und dem neuen Pullover, der bereits in der anderen Einkaufstasche schlummert. In einem solchen Fall hilft die vielbeschworene Haushaltsrechnung – und eine kleine Hilfestellung, wo man überall sparen kann:

  • Versicherungen, Strom- und Gaspreise vergleichen und ggf. den Anbieter wechseln
  • Zeitungs-Abos kündigen und Zeitschriften nur noch bei Bedarf kaufen
  • Handy-Vertrag umstellen
  • mit dem Rauchen aufhören – oder zumindest die Kippen selbst drehen
  • Preise vergleichen und beim Discounter einkaufen
  • größere, nicht zwingende Dinge nur anschaffen, wenn tatsächlich das Geld reicht
  • Weihnachtsgeschenke etc. reduzieren oder ggf. nach Rücksprache ganz abschaffen
  • Auswärtsessen und teure Cocktail-Touren einschränken oder auf preiswerte Leckereien ausweichen
  • freiwillig Verzicht üben und dies nicht als Bestrafung ansehen
  • Dinge, die man nicht mehr braucht, auf dem Flohmarkt oder bei ebay verkaufen
  • in eine preiswerte Wohnung umziehen

Weitere Tipps zu diesem Thema gibt es z. B. auf Pinaro.de. Die Experten dort raten zwar von einer Umschuldung ab – bei einer Bekannten von mir hat das aber super funktioniert, als sie endlich aus ihrem Dispo herauswollte. Eine Schuldnerberatung kann zu diesem Thema sicher mehr sagen.


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