Kleine Finanz-Serie: Was ist eigentlich … ein Fonds?

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Auch wenn es mehrere Bedeutungen für das Word „Fonds“ gibt, spreche ich heute nur von der Kurzform des Begriffs „Investmentfonds“. Investmentfonds werden von Kapitalgesellschaften ausgegeben, z. B. Banken oder Versicherungen. Diese nehmen das Geld der Anleger und stecken es in einen Fonds, welcher es wiederum im Kapitalmarkt investiert. Das Besondere an Fonds ist, dass sich der Sparer nicht für eine Anlageart entscheiden muss, sondern der Fonds das Geld auf verschiedene Anlageformen verteilt.

So investieren Fonds wie gewöhnlich in die folgenden Anlageformen – je nach Risikobereitschaft der Anleger mit veränderter Gewichtung:

  • Aktien
  • festverzinsliche Wertpapiere, z. B. Anleihen
  • Geldmarkt, z. B. Tagesgeld
  • Immobilien

Damit wird auch klar, warum es so viele verschiedene Anbieter und Fonds gibt: Viele Gesellschaften haben für jeden Anlage-Typ einen passenden Fonds parat. Da gibt es Geldmarktfonds und geschlossene Immobilienfonds, Aktienfonds und offene Immobilienfonds, Fonds für bestimmte Branchen oder Länder, manche mit 50 Prozent Aktienanteil, andere mit nur 15 Prozent u. s. w. Ein guter Finanzberater kann also eigentlich aus dem vollem schöpfen und jedem Kunden einen PASSENDEN Fonds anbieten. Leider hören wir trotzdem viel zu oft von Fehlberatungen und falschen Anlagen. Doch dies gehört nicht hierher.

Wer in einen Fonds investieren will, sollte sich vorher genau über die Kosten informieren. Denn neben einem Ausgabeaufschlag können Verwaltungsgebühren anfallen, ebenso wie Gebühren für die Depotbank u. ä. Auch aufgrund der Gebühren eignen sich Fonds als langfristige Geldanlage – bei kurzfristigen Investments werden die Erträge oft durch die Kosten aufgezehrt.

Fonds: Ein Überblick

  • breitere Risikostreuung als bei Einzelinvestments
  • dadurch relativ sicher, jedoch immer dem Markt unterworfen (auch mit Fonds kann man Verluste machen!)
  • weniger Arbeit für den Anleger und weniger Wissen erforderlich, da Fondsmanager das Geld verwalten
  • verschiedene Risikoklassen möglich
  • recht hohe Kosten für Ausgabe und Verwaltung
  • eher langfristige Geldanlage (Gebühren und Ausgleich kurzfristiger Verluste)

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