Achtung beim Einzug, Auszug und Umzug in eine Mietwohnung

Print Friendly

In meinem Leben habe ich bereits einige Umzüge hinter mich gebracht. Daher weiß ich nicht nur, wie man einen Umzug organisiert, sondern habe auch einige Erfahrungen mit Vermietern, Maklern, Vormietern und Nachmietern gemacht – leider nicht immer gute. Eine Nachmieterin verlangte mal einen Schlüssel zu meiner Wohnung, solange ich noch darin wohnte. Ein Vermieter behielt bei einer besenreinen Wohnungsübergabe Teile der Kaution ein, weil das Panoramafenster oberhalb von zwei Metern nicht streifenfrei geputzt war. Und mein letzter Vermieter ließ mich mit einem riesigen, baubedingten Schimmelschaden allein.

Diese Erfahrungen zeigen, dass man niemals auf alles vorbereitet sein kann. Aber man kann seinen Anteil leisten und sich absichern.

Schon bei der Suche aufpassen

Wem seine jetzige Wohnung zu laut ist, sollte vielleicht nicht unbedingt in die Innenstadt ziehen. Hört sich lapidar an, ist aber leider so. Eine gute Anbindung an die Infrastruktur ist zwar wichtig. Doch wer lieber seine Ruhe hat, muss vorher abwägen, was ihm wichtiger ist – und danach mit den Konsequenzen leben. Zudem sollte man die Nachbarschaft prüfen und von vornherein ein Budget festlegen. Dies verhindert unnötige Besichtigungstermine und ein späteres böses Erwachen. Weitere Tipps für die Suche nach einer Mietwohnung gibt es u. a. auch von Frank Kemter.

Alles dokumentieren

Stellt ihr bereits bei der Übernahme der Wohnung Mängel fest, solltet ihr diese auf jeden Fall schriftlich dokumentieren und euch bestätigen lassen. Zusicherungen nach dem Motto „keine Sorge, das merke ich mir schon“ dürft ihr auf keinen Fall akzeptieren! Papier ist zwar geduldig, jedoch im Fall der Fälle das einzige, womit ihr Absprachen beweisen könnt. Und auch wenn Mängel während der Mietdauer auftreten, müsst ihr diese melden und dokumentieren. Sicher ist sicher.

Ich mach mir meine Wohnung wide-wide-wie sie mir gefällt

Sicherlich haben wir ein Recht darauf, uns in unserer Wohnung wohl zu fühlen. Dazu gehört auch, dass wir Bilder und Regale aufhängen und die Wände in den Farben streichen, die uns gefallen. Bauen wir jedoch eine größere Sache um, müssen wir uns das vom Vermieter genehmigen lassen. Außerdem hat er das Recht, bei unserem Auszug einen Rückbau zu verlangen. Und auch die Sache mit den farbigen Wänden ist nicht mehr ganz so einfach wie gedacht, denn erst neulich hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass wir unsere Mietwohnungen in „neutraler Dekoration“ übergeben müssen, da kunterbunte Wände eine Weitervermietung unmöglich machen könnten (mehr dazu auf handelsblatt.de). Also lieber einmal zu viel streichen als zu wenig, denn sonst droht Schadenersatz.

Einfach an die Regeln halten

Der Mietvertrag, die Hausordnung und das Gesetz diktieren die Regeln. Gefallen euch die ersten beiden nicht, solltet ihr euch lieber nach einer anderen Wohnung umschauen. Haltet ihr euch jedoch immer brav an die Spielregeln, kann euch eigentlich nichts passieren – zumindest von rechtlicher Seite. Dies schreckt jedoch manche Zeitgenossen nicht davon ab, euch trotzdem an den Karren fahren zu wollen. Und wer diese Erfahrung ein paar Mal gemacht hat, schielt ganz automatisch in Richtung Eigenheim. 😉