Buchbesprechung: „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ von Rick Riordan

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Immer nur Krimi ist einseitig und auf Dauer sogar langweilig. Selbst für einen Krimi-Fan wie mich. Daher wage ich ab und an Ausflüge in andere Genres. Ein Freund berichtete mir jüngst von den Abenteuern des Percy Jackson, die seine Kinder gerade gelesen hatten. Da er voll des Lobes war und obwohl ich kein Freund der griechischen Mythologie bin, lud ich mir den ersten Teil herunter. Und heute gibt es nun meine Meinung zu Rick Riordans „Percy Jackson – Diebe im Olymp“.

Klappentext von „Percy Jackson – Diebe im Olymp“

Irgendjemand hat etwas gegen ihn, da ist sich Percy sicher. Ständig fliegt er von der Schule, immer ist er an allem schuld und dann verwandelt sich sogar seine Mathelehrerin plötzlich in eine rachsüchtige Furie. Wenig später erfährt Percy das Unglaubliche: Er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon – und die fiesesten Gestalten der griechischen Mythologie haben ihn ins Visier genommen! Percys einzige Chance: er muss sich mit den anderen Halbgöttern verbünden.

Meine Meinung zu „Percy Jackson – Diebe im Olymp“

Rick Riordan ist mit seinem Percy Jackson etwas gelungen, das bislang niemand vor ihm schaffte: Ich habe mir die Namen von einigen griechischen Gottheiten und sogar ihre Funktionen merken können. Nicht alle, weiß Gott, aber immerhin mehr, als ich vorher wusste. Zeus, Poseidon und Hades kannte ich schon vorher. Doch wofür Athene und Ares gut sein sollten und was der Tartaros ist, entzog sich bislang meiner Erkenntnis – trotz Dauerbeschallung in manchen Unterrichtsstunden. So habe ich spielerisch einiges dazu gelernt und kann Percy Jackson – Diebe im Olymp (Hörbuch) daher jedem Schüler empfehlen, der mit dem ganzen mythologischen Quatsch genauso auf Kriegsfuß steht wie ich damals.

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen. Denn dafür ist die Handlung schlichtweg zu vorhersehbar. Harry-Potter-Fans wie meine Wenigkeit sind da wirklich andere Verstrickungen gewohnt und wissen sofort, wer der verräterische Freund ist und welche Geschenke trügerisch sind. Die erzählerische Tiefe, die wir von Joanne K. Rowling kennen, erreicht Rick Riordan leider nicht einmal ansatzweise. „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ ist daher leider nur dann ein netter Zeitvertreib, wenn man keine überraschenden Wendungen mag.

Während ich dies schreibe, fällt mir auf, dass ich ja gar nicht zur Zielgruppe gehöre. Daher gilt diese Meinung wohl nur für ausgewachsene Leser. Kinder und Jugendliche dürften von dem Buch begeistert sein – zumal sie einiges lernen können, was vielleicht einmal in einer Klassenarbeit abgefragt wird.