Gedanken zum Ehrentag für Oma und Opa

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Meine Artikelserie mit den Welttagen musste ich aus Zeitgründen opfern. Was auf den ersten Blick schade ist, bringt bei näherem Hinsehen eine große Chance mit sich. Denn künftig muss ich die Welttage und Gedenktage nicht nur einfach nennen, sondern kann ihnen sogar einen ganzen Artikel widmen. So zum Beispiel dem „Ehrentag für Oma und Opa“, den wir am heutigen 12. November begehen.

Leider habe ich nicht herausfinden können, welche offizielle Stelle den 12. November zum „Ehrentag für Oma und Opa“ ernannt hat. Im Gegenteil: Die Informationen sind mehr als spärlich, so dass sich der Verdacht aufdrängt, dass dieser Ehrentag gar kein richtiger Ehrentag ist. Doch weit gefehlt!

Schließlich ist es doch ganz egal, ob irgendein Hanswurst den Omas und Opas dieser Welt einen Ehrentag zugesprochen hat. Verdient haben sie ihn allemal. Eigentlich sollte jeder Tag Oma-und-Opa-Tag sein, schließlich haben diese Menschen vielen von uns wunderschöne Kindheitserinnerungen beschert.

Erinnerungen, die mich mein ganzes Leben lang begleiten werden

Ich denke da an die schon gestern erwähnten Angelausflüge, schier endlose Rommé- und Kniffel-Abende, Kartoffelpuffer mit Zucker, Ostereiersuchen im Garten, Familienfeste um die Tischtennisplatte herum, einen explodierenden Sahnesyphon, Urlaub in Thüringen und Tschechien, Brötchen direkt aus der Backstube, Treckerfahren, lautes Skat-Gekloppe, Bauchweh nach frischgebackenen Pfannkuchen (Berlinern), Wanderungen über die zugefrorene Havel, den ungeliebten langweiligen Presseclub, Uromas Unikum, Plumpsklos, Hollywood-Schaukeln, Kartoffeln buddeln, Stachelbeeren direkt vom Busch naschen, die gute Stube, Singen, Lachen, Fahrradfahren lernen und tausende Mückenstiche.

Mann, was war das damals schön! Und auch wenn ich froh bin, dass ich gewisse Phasen meines Lebens nicht wiederholen muss: Was würde ich darum geben, noch einmal mit meinem Opa auf die Havel hinausschippern zu können …

Und ihr? Was sind eure liebsten Erinnerungen an Oma und Opa? Und denkt ihr oft genug an sie?