Was hilft bei Schlafstörungen?

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Vor einigen Jahren litt ich unter ganz üblen Schlafstörungen. Stress im Büro und private Schwierigkeiten brachten mich jede Nacht um meinen Schlaf. Mein Wecker klingelte immer um sieben – doch waren Nächte normal, in denen ich erst nach drei oder vier Uhr einschlief. In meiner Not wusste ich mir irgendwann nicht mehr anders zu helfen und griff zum Baldrian-Fläschchen. Doch dies ist keine Dauerlösung und so war ich sehr erleichtert, als mein Leben wieder in ruhigeren Bahnen verlief und ich wieder Schlaf fand.

Wenn mich heute Schlafstörungen plagen, schiebe ich die Schuld daher gerne auf den Stress. Dabei gibt es ganz alltägliche Dinge, die uns um den Schlaf bringen. Doch wenn wir die folgenden Regeln beherzigen, sollte sich unser Schlafverhalten über kurz oder lang wieder normalisieren. Wenn nicht, wäre vielleicht doch ein Besuch beim Arzt ratsam.

Worauf sollte ich achten, wenn mir mein Schlaf lieb und teuer ist?

  1. Am besten sollten wir jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen – selbst am Wochenende.
  2. In der zweiten Tageshälfte und am Abend sollten wir unseren Konsum von Kaffee, Cola, schwarzem Tee und Nikotin deutlich reduzieren oder am besten ganz einstellen.
  3. Wenn wir am Abend Alkohol trinken, schlafen wir zwar schneller ein, jedoch steigt die Chance, dass wir nicht durchschlafen.
  4. Ein voller Bauch studiert nicht gern. Und auch das Schlafen wird schwierig, da unsere Verdauung auf Hochtourenarbeitet, was uns unruhig macht.
  5. Ein ausgedehnter Mittagsschlaf ist kontraproduktiv. Gegen ein kurzes Powernapping spricht jedoch nichts.
  6. Sport am Tag ist gut für die Gesundheit. Wer sich abends auspowert könnte indes Probleme beim Einschlafen bekommen, da der Körper noch Stunden nach dem Sport auf 180 ist.
  7. Um vor dem Zubettgehen zur Ruhe zu kommen, eignen sich warme, jedoch nicht zu heiße Bäder, gemütliche Abendspaziergänge oder andere Rituale, die den Körper auf die Nachtruhe vorbereiten.
  8. Kräutertees können entspannend wirken und schläfrig machen – vor allem wenn das Kraut Baldrian enthalten ist.
  9. Wer schreibt, der schläft schneller ein: Kurz vor Feierabend schreiben wir uns eine To-do-Liste für den nächsten Tag und unsere Sorgen sind nicht mehr ganz so schwer, wenn wir sie aufschreiben und gliedern. Beide Tipps helfen, den Kopf frei zu bekommen und besser einzuschlafen.
  10. Ich weiß nicht, wie es euch geht, doch ich schlafe besser, wenn mein Schlafzimmer gemütlich und anheimelnd ist. Daher haben Schreibtische und Arbeitsplätze nichts darin verloren.
  11. … und Fernseher übrigens auch nicht!
  12. Wenn es zu warm ist, bekommen wir nicht richtig Luft und schlafen schlecht. Wenn es zu kalt ist, schlafen wir erst gar nicht ein, weil wir frieren. Die optimale Temperatur ist 18 Grad.
  13. Kurz vor dem Zubettgehen sollten wir immer noch einmal lüften, denn in frischer Luft schläft es sich am besten. Wohltuend und entspannend ist zudem Lavendelduft.
  14. Ich persönlich lasse gerne einen kleinen Spalt im Rollo, jedoch lautet die Devise eigentlich: Je dunkler der Raum, desto besser schlafen wir.
  15. Keine große Neuigkeit dürfte es sein, dass wir so wenige Geräusche wie möglich in unser Schlafzimmer lassen sollten, denn laute Geräusche stören unseren Schlaf.
  16. Wenn wir unserer Müdigkeit etwas nachhelfen wollen, können wir einen langweiligen Bericht oder ein lahmes Buch lesen. Denn unsere Augen ermüden durch das Lesen.
  17. Sobald wir merken, dass wir müde sind, sollten wir ins Bett gehen, anstatt ein Nickerchen auf der Couch einzulegen. Gleiches gilt übrigens auch umgekehrt: Wenn wir überhaupt noch nicht müde sind, lohnt es sich nicht, ins Bett zu gehen.
  18. Schäfchen zählen, auf Atmung achten, im Geiste Klamotten kombinieren – solche stumpfsinnigen Meditationen sorgen dafür, dass wir zur Ruhe kommen und einschlafen.
  19. Selbst wenn sich sowieso niemand an diesen Tipp hält: Schaut nicht auf die Uhr! Der Zeitdruck sorgt erst recht dafür, dass wir keinen Schlaf finden.
  20. Bevor wir uns von einer Seite auf die andere wälzen, sollten wir lieber aufstehen, einen Tee trinken und etwas Langweiliges lesen. Wenn wir dann müde werden, können wir einen zweiten Versuch starten.
  21. Wer nachts noch einmal auf die Toilette muss, sollte bei solchen Ausflügen immer das Licht auslassen – andernfalls ist es vorbei mit der inneren Ruhe und dem Schlafmodus.


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