Neue Impulse fürs Leben (5): Geschirr nicht kaufen – selbst töpfern

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Öfter mal etwas Neues. Das dachte sich wohl mein Schatz, als er mir vor geraumer Zeit einen Gutschein für einen Töpferkurs schenkte. Wellness hatten wir schon, ebenso Goldschürfen, Kochen und Jodeln. Also überlegte er sich etwas anderes, bei dem wir eine neue Erfahrung machen und gemeinsam Zeit verbringen konnten. Und gemeinsame Zeit ist ohnehin das allerbeste Geschenk.

Also fuhren wir an einem sonnigen Samstag Ende September nach Ludwigsburg in die Unikaton-Töpfermanufaktur. Wie wohl jede Frau, die den Patrick-Swayze-Film „Ghost“ gesehen hat, hatte auch ich eine ultra-romantische Vorstellung von diesem Handwerk. Doch kann ich euch heute sagen: Im Fernsehen sieht das alles sehr viel leichter aus, als es ist. Ohne die tatkräftige Unterstützung unseres Gastgebers Andreas hätte ich keinen einzigen Tonklumpen zentriert bekommen, so viel steht fest. Doch nachdem mir diese schwere Arbeit abgenommen worden war, waren das Aufbrechen und das Hochziehen dann kein Problem mehr.

So bekamen der Herr Schatz und ich in nur drei Stunden eine Einführung in dieses sehr spannende Handwerk und töpferten insgesamt vier Schalen, ein Milchkännchen und zwei Platten – die Tonbrocken, die darüber hinaus quer durch den Raum flogen und an die Wand klatschten, verschweigen wir an dieser Stelle mal.

Töpfern2 © Sandra SchwarzNach diesem schönen und lustigen Nachmittag in der Unikaton-Töpfermanufaktur hieß es dann: warten! Denn das Lackieren und Brennen erledigte der Hausherr für uns, nachdem wir wieder abgereist waren. Seitdem saßen wir wie auf glühenden Kohlen und sehnten jeden Tag den Postboten herbei. Und in der vergangenen Woche war es dann endlich so weit: Wir bekamen das Paket mit unseren selbstgetöpferten Sachen.

Wenn wir uns die Ergebnisse so ansehen, sind wir doch etwas stolz, dass wir so hübsche Sachen (fast) allein gemacht haben. Eine Töpferscheibe werden wir uns jetzt zwar nicht gleich kaufen – aber was spricht denn gegen einen zweiten Ausflug nach Ludwigsburg? Wir kennen dort jetzt jemanden, der eine Töpferscheibe hat. 😉


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