5 Unfälle auf Holzmöbeln – und die Rettung

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Silber und Lack finde ich in der Inneneinrichtung nur bedingt hübsch. Sicher bin ich kein Typ, der eine Einbauküche in Eiche-Rustikal einer modernen Variante vorziehen würde. Doch gehören für mich schöne, warme Holztöne zu einer gemütlichen Einrichtung. Eine altmodische Küchenanrichte, ein rustikaler Esstisch oder ein Sideboard aus Mahagoni – und ein Raum wirkt gleich viel einladender. Doch haben solche Möbel auch einen Nachteil, denn oftmals sind sie empfindlicher als moderne, glatte Oberflächen.

Im Haushalt passieren die meisten Unfälle. Diese bringen manchmal nicht nur Leib und Leben in Gefahr, sondern auch unser Inventar. Wie schnell sind wir mit einer Kerze oder einem Messer in der Hand gestolpert? Wie oft vergessen wir, dass ein Topf noch heiß ist? Kleine Unfälle sind schnell passiert und der gute Esstisch hat eine fiese Macke. Jetzt heißt es: Retten was noch zu retten ist.

Unfall 1: Heißer Topf

Wir geben eine kleine Dinnerparty und servieren das Essen am hübschen alten Esstisch. Doch vor lauter Quatschen mit unseren Gästen vergessen wir, ein Brettchen unter die heiße Servierschale zu legen. Beim Abräumen sehen wir das Fiasko: ein heller Fleck auf unserem gewachsen oder lasierten Esstisch! Kein Problem, denn ein paar Minuten heiße Fönluft genügen, um den Fleck verschwinden zu lassen.

Unfall 2: Kerzenwachs

Manchmal müssen wir eine Kerze gar nicht bewegen und trotzdem verteilt sie ihr Wachs in einen unangemessen großen Radius um sich herum. Wachsflecken sind nicht nur hässlich, sondern schaden auch dem Holz. Daher sollten wir versuchen, einen Großteil vom Tisch zu kratzen – am besten mit den Fingern, nicht mit einem Messer oder anderen scharfkantigen Gegenstand. Im Anschluss legen wir ein Löschpapier auf das übrige Wachs und heizen ihm mit einem Fön ein. Das Löschpapier nimmt das überschüssige Kerzenwachs auf und der Tisch sieht aus wie neu.

Unfall 3: Kratzer

Ein Messer, das fällt. Ein Armband, das kratzt. Eine Gabel, die abrutscht. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie unsere guten Holzmöbel einen Kratzer abbekommen können. Um diese Macken wieder auszubessern, können wir zu Nüssen greifen und diese über die entsprechenden Stellen reiben – oder wir holen uns einen der Ausbesserungsstifte, die es im Einzelhandel zu kaufen gibt. Aber Achtung hierbei: Vorher prüfen, ob die Farbe des Stiftes exakt mit der Farbe des Holzes übereinstimmt!

Unfall 4: Brandlöcher

Selbst wenn niemand in einem Haushalt raucht, stellen Brandlöcher eine ernstzunehmende Gefahr für Holzmöbel dar. Denn Kerzen, Warmhalteplatten oder Adventsgestecke finden sich in nahezu jedem Haushalt. Hat ein Holzmöbel einen Brandfleck abbekommen, soll Mayonnaise helfen. Einfach in die betroffene Stelle reiben, ziehen lassen, trockenreiben und ggf. wiederholen. Habe ich selbst noch nicht ausprobiert – und ich hoffe auch, dass ich das niemals machen muss.

Unfall 5: Kalkflecken

Wenn die Blumenvase leckt oder die Wasserkaraffe schwitzt, bilden sich ganz schnell Wasser- und Kalkflecken auf schönen Holzmöbeln. Diesen kann man mit einer Mischung aus Sonnenblumenöl und Salz zu Leibe rücken. Beides sparsam auf einen weichen Lappen geben und über das Holz reiben. Und weg ist der Wasserfleck!

Abstandhalter

Neben diesen fünf gängigen Unfällen gibt es auch noch andere Missgeschicke, die unseren guten Holzmöbeln widerfahren können. Hierzu gibt es weitere Tipps im Internet (zur Klick-Show). Und auch sonst brauchen Holzmöbel sehr viel Pflege, damit sie möglichst lange schön bleiben. Natürliche Präparate sind dabei immer besser als chemische Polituren.