Kleine Finanz-Serie: Was ist eigentlich … Tagesgeld?

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Dank meiner Bankausbildung verfüge ich über ein gewisses Grundverständnis in puncto Finanzen und Finanzprodukte. Auch wenn ich mich niemals brennend für diese Themen interessiert habe, ist doch einiges hängengeblieben, so dass ich entsprechenden Gesprächen größtenteils folgen kann. Jedoch bemerke ich häufig, dass viele andere Menschen damit Probleme haben. Woher sollen sie die Begriffe auch kennen? Um hier ein bisschen Abhilfe zu schaffen, habe ich eine kleine Finanz-Serie vorbereitet. Diese wird voraussichtlich bis Ende des Jahres laufen und folgende Themen haben:

  • Was ist eigentlich … Tagesgeld?
  • Was ist eigentlich … Festgeld?
  • Was ist eigentlich … eine Anleihe?
  • Was ist eigentlich … ein Fonds?
  • Was ist eigentlich … eine Aktie?

Heute starten wir mit dem Tagesgeld. Tagesgeld liegt auf dem so genannten Tagesgeldkonto, das eine Form der Geldanlage ist. Der Sparer oder Anleger parkt sein Geld auf diesem Konto, wenn er noch nicht weiß, wann er es wieder braucht oder wie er es langfristig anlegen möchte. Anders als beim Sparbuch kann er zu jeder Zeit über sein gesamtes Guthaben verfügen und muss nicht drei Monate vorher Bescheid geben, wenn er etwas mehr Geld braucht.

Er kann sein Geld jederzeit umbuchen und bekommt in der Zwischenzeit Zinsen auf sein Kapital. Diese waren früher deutlich höher als auf dem Sparbuch oder gar Girokonto, was das Tagesgeldkonto zu einer attraktiven und überaus sicheren Geldanlage machte. In Zeiten historisch niedriger Zinsen ist der Zinsunterschied aber nur noch marginal.

Jedoch ist das Tagesgeld weiterhin eine sichere Anlagemöglichkeit, denn meistens sind die Einlagen durch den Sicherungsfonds geschützt.

Die Vorteile von Tagesgeld sind demnach, dass …

  1. man täglich über sein gesamtes Geld verfügen kann
  2. man Zinsen auf seine Einlagen bekommt
  3. das Geld sicher angelegt ist.

Die Nachteile von Tagesgeld sind jedoch, dass …

  1. sich die Zinsen im aktuellen Umfeld in Grenzen halten
  2. die Zinsen nicht fest sind und theoretisch täglich angepasst werden können
  3. es selbst in guten Zinszeiten nicht die lukrativste Geldanlage ist.

Ach, noch etwas: Ein Tagesgeldkonto kann man nicht wie ein Girokonto verwenden. Wenn man sein Geld abheben oder anderswo investieren will, muss man es zunächst auf das hinterlegte Girokonto buchen. Zahlungseingänge sind aber auch von anderen Girokonten möglich.


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