Buch-Kritik: „Das Washington-Dekret“ von Jussi Adler-Olsen

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Schon viel Gutes hatte ich gehört von dem dänischen Erfolgsautoren Jussi Adler-Olsen, der angeblich raffinierte Geschichten äußerst spannend schreiben soll. Daher kostete es mich keine Überwindung, mir seinen neuesten Roman zu Gemüte zu führen: Das Washington-Dekret. Heute verrate ich euch, was ich von dieser Geschichte halte, die der Verlag als Thriller einstuft.

Klappentext von „Das Washington-Dekret“

Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das „Washington Dekret“ – eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung.

Amerika im Ausnahmezustand …

Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock – nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Doggie zur meistgesuchten Frau der USA. Mit Hilfe von Freunden versucht sie das Komplott aufzudecken. Alles ruht nun auf ihren Schultern …

Meine Meinung zu „Das Washington-Dekret“

Zweifelsohne liegt dem „Washington-Dekret“ eine gute Idee zugrunde: Ein verzweifeltes Staatsoberhaupt, den die Trauer um seine geliebte Frau einen irrwitzigen Plan aushecken lässt – den zumindest wir Europäer bis zu einem bestimmten Punkt als „nachvollziehbar“ einstufen würden. Doch entwickelt sich hinter diesem offensichtlichen Konflikt ein teuflischer Plan, der dem Leser zunächst verborgen bleibt. Das Grundgerüst stimmt also.

Doch leider errät der Leser viel zu schnell, welcher Schurke hinter (fast) allem Übel steckt. Und da „Das Washington-Dekret“ keine überraschenden Wendungen bereithält, dümpelt der Roman über weite Strecken vor sich hin. Besonders spannend fand ich ihn daher nicht, weshalb mir die Gattungsbezeichnung „Thriller“ doch etwas hochtrabend erscheint.

Sicher ist die Geschichte ganz interessant und ich möchte das Buch daher nicht als „Zeitverschwendung“ einstufen. Jedoch habe ich schon weitaus bessere Thriller gelesen, um die weniger Rummel gemacht wurde.


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