Doppelkritik nach Kinoabend: White House Down & Elysium

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Momentan laufen drei Filme im Kino, die mein Schatz und/oder ich gerne sehen wollten: „White House Down“, „Elysium“ und „R.E.D. 2“. Doch leider haben wir immer viel zu wenig Zeit! Daher beschlossen wir gestern kurzerhand, uns einfach zwei Filme direkt hintereinander anzusehen. Das hatte ich in dieser Form noch nie gemacht – wenn man von den Kombi-Nächten bei manchen Filmserien einmal absieht. Ihr sollt nun davon profitieren, denn ich kann heute zwei recht deutliche Empfehlungen geben.

White House Down

Das Leben des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist in Gefahr. Mal wieder. Und es gibt nur einen Mann, der ihn retten kann. Mal wieder. Dieser ist außenstehender Zivilist. Mal wieder. Und seine Familie mag ihn nicht. Mal wieder. Doch am Ende wird alles gut. Wie immer. Aber zwischendrin kracht und knallt es gewaltig. Leider viel weniger als sonst.

Roland Emmerich hat für seinen neuen Blockbuster auf ein charismatisches Star-Duo gesetzt: Channing Tatum als erfolgloser Secret-Service-Möchtegern-Agent und Jamie Foxx als Mr. President. Diese beiden machen ihre Sache recht ordentlich, doch leider fehlen die anderen großen Darsteller, auf die man bei Emmerich eigentlich immer vertrauen kann: die Spezialeffekte. Bei „Independence Day“ sprengen Aliens alle wichtigen Weltmetropolen in die Luft. „Godzilla“ legt New York in Schutt und Asche. In „The Day after Tomorrow“ schlittert die nördliche Halbkugel in die nächste Eiszeit und in „2012“ verrutschen ganze Kontinente unter den Meeresspiegel.

Und in „White House Down“? In „White House Down“ passiert im Vergleich dazu gar nichts! Die Rotunde des Kapitols stürzt ein und der Präsidentenpalast könnte einen neuen Anstrich vertragen. Das war’s. Für meinen Geschmack eindeutig zu wenig Emmerich und zu viel versuchte Ernsthaftigkeit. Außerdem wärmt der Film viel zu viel bereits Dagewesenes auf; selbst die Hauptfigur heißt John Cale, was m. E. sehr große Ähnlichkeit mit John McClane hat. Ein bisschen „Air Force One“ und ganz viel „Stirb langsam“, gepaart mit ein paar netten Sprüchen und guten Schauspielern – mehr braucht es heutzutage nicht mehr, um halbwegs gutes Popcorn-Kino herzustellen. Ich für meinen Teil würde mich jedoch mal wieder über ein paar neue Ideen freuen. Doch bis es soweit ist, bin ich gezwungen, dem Einäugigen unter den Blinden vier Sterne zu geben.


Elysium

Als zweiten Film haben wir uns gestern Abend dann noch „Elysium“ angeschaut, ein Endzeitdrama mit Matt Damon und Jodie Foster. Über diesen Film will bzw. kann ich nicht viele Worte verlieren. Ich will nicht, weil er zwar eine gute Grundidee hatte, diese jedoch äußerst langweilig umgesetzt wurde. Und ich kann nicht, weil ich trotz aller Langeweile ständig wegsehen musste. Ich vertrage es nämlich nicht, wenn Gesichter weggesprengt werden und Blut in Strömen fließt. „Elysium“ hatte für meinen Geschmack ein paar ekelige Szenen zu viel – eingebettet in eine langweilige Geschichte, die mir streckenweise sehr bekannt vorkam. Nein, dieser Film lohnt sich wirklich nicht!




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