Freitag, der 13. und andere Unheilbringer

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Wisst ihr, was man unter einer Paraskavedekatriaphobie versteht? Nein? Ich sage es euch: Unter einer Paraskavedekatriaphobie leiden Menschen, die panische Angst vor Freitagen haben, die auf einen 13. fallen. Wenn euch heute also ein zitternder und ängstlicher Mensch begegnet, tut ihn nicht als Irren ab! Es gibt einen Namen für sein Leiden, also darf er offiziell jammern.

Freitag, der 13. – was hat es damit auf sich?

Woher die Angst vor Freitag, dem 13. kommt, wird wohl nie abschließend geklärt werden. Manche sagen, es hat etwas mit den 13 Anwesenden beim Abendmahl zu tun und damit, dass Jesus an einem Freitag starb. Die 13 war im Volksmund lange das „Duzend des Teufels“ und auch der Börsencrash im Jahr 1929 wird einem Freitag, den 13. zugeordnet – obwohl er eigentlich schon donnerstags begann. Außerdem ist erwiesen, dass an einem solchen Datum auch nicht mehr passiert, als an anderen Tagen. Der Trubel um diesen Tag ist also nicht rational zu erklären.

Trotzdem nehme ich die Sorgen von Paraskavedekatriaphobie-Geplagten selbstverständlich ernst und sage ihnen jetzt, welche Unglückskombinationen sie heute auf jeden Fall vermeiden sollten.

Was können wir tun, damit Freitag, der 13. nicht in einer Katastrophe endet?

  1. Geht schwarzen Katzen aus dem Weg! Und wenn euch doch eine begegnet, spuckt schnell auf einen Stein! (Wie habe ich eigentlich überleben können, als unser Katerchen Paul noch lebte? Kohlrabenschwarz war der Gute und ich hatte nie einen Spuckstein dabei…)
  2. Haltet euch fern von Leitern – und geht auf gar keinen Fall darunter durch!
  3. Nehmt keinen Spiegel in die Hand! Er könnte zerbrechen.
  4. Lasst euch keinen leeren Geldbeutel schenken! Es sollte zumindest ein Glückspfennig drin sein.
  5. Schenkt eurem Partner keine Schuhe, da er euch damit davon laufen könnte!
  6. Bitte öffnet eure Schirme nicht in geschlossenen Räumen! Sonst fällt das Unglück heraus.
  7. Liebe Frauen, haltet eure Handtaschen fest! Liegt diese auf dem Boden, droht mysteriöser Geldverlust. (Das erklärt einiges. Und ich dachte schon, ich hätte es für Schuhe und Klamotten ausgegeben…)
  8. Verschenkt keine Messer, denn diese zerschneiden die Freundschaft!

Selbstverständlich gibt es für all diese Unglücksboten auch ein Paar Gegenmaßnahmen. Sie heißen Schweinchen, Hufeisen, Glückspfennig, vierblättrige Kleeblätter, Schornsteinfeger – oder schlichtweg gesunder Menschenverstand! 😉