Ordnung am Arbeitsplatz: Meine fünf Lebensretter

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Nur ein Kleingeist braucht Ordnung – das Genie beherrscht das Chaos. Dann ist das schon einmal geklärt: Ich bin ein Kleingeist. Ich hasse es, wenn mein Schreibtisch verwildert. Wenn neben dem To-do-Stapel ein Wichtig-Stapel entsteht, unter dem ein paar Tage später ein Prio-2-Stapel herauswuchert. Dann noch ein paar Zeitschriften mit Blog-Ideen, private Briefe, und das Chaos lähmt mich komplett. Es wird Zeit, aufzuräumen. Hier meine Tricks.

  1. Kleinkram bündeln
  2. Auf meinem Schreibtisch liegt immer ziemlich viel Kleinkram, wie USB-Sticks, Notizblöcke, Radiergummis, Haargummis, Münzen usw. Anstatt alles über den gesamten Tisch zu verstreuen, habe ich eine Schmuckbox umfunktioniert und werfe dort alles Kleine hinein, was keinen festen Platz hat. Wenn die Box überzuquellen droht, sortiere ich aus.

  3. Nachschlagewerke NICHT stapeln
  4. Eine Zeitlang hatte ich meine Nachschlagewerke direkt auf einem zweiten Schreibtisch neben mir gestapelt. Die vermeintliche Platzersparnis endete in einer Katastrophe, denn nie lag das Buch oben, das ich gerade brauchte. Der Stapel fiel um und riss immer wieder die wichtigen Dokumente mit sich, die sich daneben türmten.

    Heute stehen die Bücher immer noch neben mir: Jedoch nebeneinander, so dass ich jeweils eines hinausziehen kann. Übersichtlich und praktisch, so soll es sein.

    Schreibtisch1 © Sandra Schwarz

  5. Privates? Ja, aber außer Reichweite
  6. Über meinem Schreibtisch hängt ein Regal, das mein lieber Schatz zu Schulzeiten gebastelt hat. Dieses dient vor allem als Lagerstätte für privaten Schnickschnack, der mir den Arbeitsalltag versüßen soll. Jedes Mal freue ich mich, wenn ich nach oben schaue. So kann ich meine privaten Muntermacher genießen, ohne dass sie mir im Weg herumstehen. Gleiches gilt für Bilderrahmen und eine Pinnwand, die direkt vis-à-vis hängen.

  7. Ausgeklügeltes Ablagesystem
  8. Leider bekomme ich vor allem Werbung in meinen Briefkasten. Anderes muss bearbeitet werden – das lege ich direkt neben meine To-do-Liste. Manches muss ich nur aufheben – und das wandert in das kleine Fach „Ablage“. Clever, was? Quillt dieses Fach über, schaffe ich es notgedrungen, die Briefe zu lochen und in die entsprechenden Ordner zu heften. Das geht meist sehr schnell und ist effektiver, als wenn ich jeden Brief einzeln ablege.

  9. Du kommst hier nicht drauf!
  10. Auf meinen Hauptschreibtisch dürfen nur Dinge, die ich tatsächlich zum Arbeiten benötige:

    • meine To-do-Liste
    • mein To-do-Stapel
    • lose Stifte zum Abhaken der To-Do-Liste und für schnelle Notizen
    • ein großer Notizblock als Mousepad-Ersatz
    • aktuell wichtige Visitenkarten
    • Sammeldose (s. Punkt 1)
    • ach so: und selbstverständlich auch Telefon, Computer, Maus, Tastatur, Bildschirm, Drucker, USB-Hub, Handy, Stifthalter und Ablage
    • und ein Glas, denn man soll immer schön viel trinken …

Sicher: In meinem Rollcontainer sieht es trotzdem aus wie Hund und hinter meinem Rücken türmen sich Verpackungen von Lieferungen, während unterm Schreibtisch der Blätterberg wächst, der in den Shredder will. Aber das sehe ich während des Arbeitens nicht, so dass ich trotzdem produktiv arbeiten kann. Zumindest eine gewisse Zeit.


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