Hoch vom Sofa – Schluss mit der Freizeit-Faulheit!

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Wir Deutsche sind wahre Couch-Potatoes – will heißen: Am liebsten gammeln wir in unserer Freizeit auf dem Sofa herum, schauen in die Glotze oder telefonieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Während Amerikaner gerne Picknicks und Barbecues veranstalten, zieht es die Einwohner der Benelux-Länder in Museen oder ins Theater. Die Südeuropäer widmen sich unterdessen am liebsten der Familie. Und was machen wir? Wir lassen unser Leben an uns vorbeiziehen. Das muss doch nicht sein.

Auch ich gehöre zu den Menschen, die nach einem harten Arbeitstag oft keinen Nerv mehr haben, sich hübsch zurechtzumachen und das Leben außerhalb der Wohnung zu genießen. Doch ganz oft denke ich mir dabei: Mensch, das kann doch nicht alles sein! Immer nur arbeiten, essen, schlafen? Da haben wir doch nichts vom Leben!

Im Englischen gibt es einen sehr schönen Ausdruck für die Zeit, die man sich einander widmet und die man tatsächlich bewusst erlebt: quality time. Es kommt nicht auf die Dauer an, sondern darauf, dass man sich für einander Zeit nimmt und nicht nur nebeneinanderher lebt. Und seien wir mal ehrlich – es gibt tausende Möglichkeiten, qualitativ hochwertige Zeit miteinander zu verbringen.

  • Gemeinsam kochen und bewusst essen: Das gemeinsame Kochen stärkt den Zusammenhalt und macht Spaß – und das Genießen am schön gedeckten Tisch lädt zum Plaudern und Verweilen ein. Und ist allemal gesünder, als das Nebenbei-Essen vor dem Fernseher.
  • Zum Essen raus gehen: Es muss nicht immer ein Restaurant sein. Auch eine kleine Grillrunde mit Freunden oder ein Picknick heben die Stimmung und lassen einen mit dem guten Gefühl zu Bett gehen, seine Freizeit nicht vergeudet zu haben.
  • Den Horizont erweitern: Sicherlich kann Fernsehen bilden, sofern man das richtige Programm wählt. Doch ein Besuch im Theater oder Museum hat eine andere Qualität.
  • Bei Musik und Tanz abschalten: Das Konzert der Lieblingsband oder eine Dinner-Show bringen Farbe in den Alltag und sorgen für viel (Vor-)Freude. Dafür muss man sich heutzutage noch nicht einmal mehr am Ticketschalter anstellen, sondern kann ganz bequem über das Internet buchen, z. B. bei eintrittskarten.de. Die Erinnerung an eine richtig gute Show bleibt manchmal fürs ganze Leben.
  • Lebt euren Spieltrieb aus: Anstatt den Abend vor dem Fernseher zu verbringen, könnte man auch einfach mal eine Runde kniffeln oder „Mensch ärgere dich nicht“ zocken. Wir haben uns neulich totgelacht, als wir eine Runde „Knast – Land – Fluss“ spielten. Die Kategorien: Delikt, Motiv, Tatort, Fluchtwagen, Fluchtland, Deckname, Verkleidung, Versteck, mildernde Umstände. Lachtränen garantiert!
  • Sport ist nicht immer Mord: Gerade Schreibtischtäter sollten sich in ihrer Freizeit viel bewegen. Dieser Ausgleich wird durch einen fitten Körper und frischen Geist belohnt.
  • Hauptsache bewegen: Wer nicht so gerne Sport macht, sollte sich trotzdem bewegen. Ein Spaziergang nach dem Essen, ein Stadtbummel nach Feierabend. Das Motto lautet: Einfach mal dem Alltagstrott entfliehen und an etwas anderes denken.
  • Und wer so gar nicht auf Filme verzichten kann: Mit Freunden treffen, einen Kaffee trinken und danach ins Kino gehen!

In diesem Sinne gehe ich in dieser Woche mit meinem Schatz aus – vor allem, weil wir das Ende meines dreimonatigen Vegetarier-Daseins feiern wollen. Aber auch, weil wir ab und an aus unserem Alltagstrott ausbrechen müssen. Und was macht ihr?