Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben … oder Aufhören?!

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Stirb langsam 1 – ein Action-Meisterwerk und einer meiner Lieblings-Weihnachtsfilme. Stirb langsam 2 – eine würdige Fortsetzung. Stirb langsam 3 – verblasst im Schatten der beiden Vorgänger. Stirb langsam 4 – eindrucksvolles Comeback mit einer guten Story, netten Nebendarstellern und einem beeindruckenden, wenn auch älteren Bruce Willis. Stirb langsam 5 – ein Film, der diesen Namen nicht verdient. Und eine DVD, die mich zur Weißglut bringt!

Der Inhalt von „Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“

Der New Yorker Polizist John McClane erfährt, dass sein verlorener Sohn Jack in Moskau im Gefängnis sitzt und wegen eines Attentats vor Gericht gestellt werden soll. Kurz entschlossen steigt er in den nächsten Flieger und kommt genau zu dem Zeitpunkt vor dem Gerichtsgebäude an, als eine Bombe explodiert. Seinem Sohn und dessen Mitangeklagtem Yuri Komarov gelingt es zu fliehen – doch John überrascht die beiden. Was dann folgt, sind Verfolgungsjagden und Schießereien kreuz und quer durch Moskau bis hinunter nach Tschernobyl.

Meine Meinung über „Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“

Die Einleitung zeigt, dass ich ein recht großer Fan der Stirb-langsam-Reihe bin. Aus diesem Grund habe ich im Kino auch darüber hinwegsehen können, dass die Geschichte von Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben (Blu-ray) recht ungelenk an den Haaren herbeigezogen wurde und sämtliche Nebenrollen durch beeindruckende Charakterlosigkeit glänzen. Der familiäre Konflikt nervt gewaltig, streiten sich Vater und Sohn doch immer genau in den Momenten, in denen jeder normale Mensch Wichtigeres zu tun hätte – zum Beispiel sein eigenes Leben zu retten … Bruce Willis hat es ohne Frage noch drauf, doch dies kann leider nicht über die mannigfaltigen Schwächen des Films hinwegtäuschen.

Als Stirb-langsam-Fan habe ich mir trotzdem die DVD geholt, denn die Actionszenen sorgen für Kurzweil und das schwache Drehbuch durchaus für Belustigung. Doch müssen mir die Macher bitte eines verraten: Warum wurden die Szenen mit John McClanes Tochter Lucy rausgeschnitten? Zur Erinnerung: John versöhnt sich am Ende des vierten Teils mit seiner Tochter, die ihn zu Beginn des fünften Teils an den Flughafen fährt. Zumindest tat sie dies in der Kinoversion. In der Kinoversion hat sie ihren Vater und Bruder auch vom Flughafen abgeholt und alle drei „ritten“ versöhnt und glücklich in den Sonnenuntergang. Wohl gemerkt: Im Kino habe ich dies gesehen – auf der DVD jedoch nicht. Noch nicht einmal in den herausgeschnittenen Szenen sind diese beiden Begegnungen zu finden.

Daher schwant mir als eifrigem Filmegucker Schreckliches: Kann es sein, dass diese glückliche und durchaus finale Szene zu glücklich und final war? Kann es sein, dass der ursprüngliche Schluss des Films zu sehr als Abschluss der gesamten Reihe hätte gewertet werden können? Kann es sein, dass die werten Herren Produzenten den Hals immer noch nicht voll haben und womöglich einen sechsten Teil drehen wollen?
Auf der einen Seite wäre das nicht so schlimm, denn die Stirb-langsam-Reihe hat einen würdigen Abschluss verdient – und der ist „Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“ ganz sicher nicht. Auf der anderen Seite möchte ich fast sagen: Lasst es gut sein! Und bringt doch bitte, bitte, bitte endlich mal wieder eine neue Idee auf die Leinwand! In beiden Fällen finde ich es jedoch eine absolute Unverschämtheit, dass die DVD-Version nicht der Kino-Version entspricht – zumal die gekillten Szenen die besten des ganzen Films waren.

Ein kurzer Trailer, der nicht alles verrät

Ein langer Trailer, nach dem man sich den Film fast sparen kann

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