Wenn das neue Zuhause auf sich warten lässt …

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Schon mehrfach habe ich es verraten: Ich sitze auf gepackten Koffern. Zumindest mental. Seit zwei Jahren schauen wir uns auf dem Häusermarkt um, doch es will einfach nicht klappen. Zwei Mal hätten wir gerne „Ja“ gesagt, waren jedoch einen Tick zu spät oder zu schlecht vernetzt. Der Rest war Schrott oder viel zu teuer. Auch in unserem Bekanntenkreis gibt es viele Leute, die lieber gestern als morgen in ihre eigenen vier Wände ziehen möchten. Jedoch gibt der Markt einfach nichts her. Doch was fängt man an mit all seinen Ideen und Plänen? Auf Eis legen und abwarten? Oder trotzdem mit dem Vorbereiten anfangen? Ich mache letzteres.

Anstatt sich von der bislang erfolglosen Immobiliensuche entmutigen zu lassen, kann man die Zwischenzeit sinnvoll nutzen. Denn bis man endlich fündig geworden ist und ein Haus oder eine Wohnung kaufen kann, kann man einige Dinge erledigen – und sich später über den eigenen Weitblick freuen.

Tipps und Strategien für die Zwischenzeit

 

    1. Flohmärkte & Sperrmüll

Gerade neulich haben wir uns das erste Mal in unserem Leben auf einen Flohmarkt gestellt. Aussortiert hatten wir all die Dinge, die wir seit unserem Zusammenziehen vor drei Jahren doppelt hatten. Außerdem fanden sich Klamotten an unserem Stand, Bücher, DVDs, Haushaltsgeräte, Spiele und Deko-Artikel, die nicht mit unseren verschiedenen Geschmäckern vereinbar waren. Unterm Strich kamen bei dieser Aktion 250 Euro zusammen, die wir beim späteren Umzug gut gebrauchen können.

Alles, was wir nicht los wurden, haben wir verschenkt oder weggeworfen. Alte Kleidung wanderte so in die Kleiderspende, viele Bücher stiftete ich einem Second-Handkaufhaus und unnötige Möbel wandern in den Sperrmüll. Diesen Teil unserer Habe müssen wir später schon nicht mehr entrümpeln, geschweige denn damit umziehen.

    1. Erste Kisten packen

Was haben wir im vergangenen Jahr nicht gebraucht? Können wir das verkaufen oder in die Tonne geben? Bei Kleidung, Haushaltshelfern und Spielsachen lautet die Antwort sicherlich „ja“. Alte Fotoalben und Erinnerungsstücke dürfen wir jedoch gerne behalten – allerdings können wir sie schon jetzt in Kisten ordnen und verpacken. Gleiches gilt für Deko-Artikel oder Bilder, für die wir derzeit keinen Platz haben. Ein großes Haus muss jedoch eingerichtet werden, so dass diese später einen neuen Platz finden.

Wenn wir früh mit dem Packen anfangen, haben wir später weniger Stress und Arbeit und profitieren schon jetzt von einer aufgeräumten Wohnung. Verpackt werden kann alles, was wir in den kommenden Monaten oder Jahren nicht brauchen werden, z. B. die ersten Baby-Schühchen des Sohnemanns, alte Fotoalben, Deko-Material fürs neue Haus und die Camping-Ausrüstung, wenn wir in den kommenden Jahren ohnehin Ferien auf dem Bauernhof machen wollen.

    1. Finanzierung vorbereiten

Nein, es ist nie zu früh, sich um die Finanzierung des Eigenheims zu kümmern. So erfährt man frühzeitig, wie viel man sich überhaupt leisten kann. Außerdem hat man genügend Zeit, alle nötigen Unterlagen zu sammeln und Papiere vorzubereiten. Dieser Vorsprung kann entscheidend sein, denn meist bekommt derjenige den Zuschlag, der zuerst eine Finanzierung hat.

Daher: Stellt euch schon ohne Kaufobjekt bei eurer Bank oder einem Baufinanzierer vor! Dann habt ihr später bessere Karten beim Haus- oder Wohnungskauf.