Offene Möbel: vielseitig, preiswert … aber arbeitsintensiv

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Noch vor wenigen Jahren war die Sache für mich klar: Türen und Schubladen waren mir zuwider – meine Möbel mussten offen sein. Mein Kleiderschrank bestand aus einer großen Kleiderstange und einem praktischen Wandregal. Meine Vorräte hatte ich in einem offenen Küchenregal immer im Blick und meine Bücher stellte ich in endlosen Reihen zur Schau. Während ich weiterhin denke, dass Bücher der schönste Wandschmuck sind, habe ich meine Meinung bezüglich der anderen Dinge etwas geändert.

Vielleicht liegt es daran, dass man in jungen Jahren noch nicht so viel Zeug besitzt. Vielleicht aber auch daran, dass man noch fitter ist, all die offenen Möbelstücke in Ordnung zu halten. Fakt ist auf jeden Fall, dass ich mich in letzter Zeit dabei erwische, spießige Küchenzeilen ganz hübsch zu finden. Vor einiger Zeit habe ich einem praktischen Truhentisch den Vorzug vor einem modernen Glastisch gegeben. Und auch mein liebgewonnenes Allzweckregal steht auf dem Prüfstand.

Tipps für Ordnung und Sauberkeit bei offenen Möbeln

Kann natürlich auch sein, dass ich einfach fauler, spießiger oder aufmerksamer geworden bin. Denn in letzter Zeit stören mich Staub und Flecken wesentlich mehr und öfter als früher. Der Nachteil dieser offenen Möbel ist, dass man sie ständig putzen und Ordnung halten muss. Daher hier drei einfache Tipps für mehr Ordnung und Sauberkeit:

  • Wecker stellen
  • In regelmäßigen Abständen muss man offene Möbel ausräumen und komplett reinigen. Damit wir das nicht vergessen oder verdrängen, sollten wir uns eine Erinnerung im Kalender eintragen.

  • Boxen statt Kleinvieh
  • Ein Steh-rum-chen hier, ein Staub-ein-chen dort. Diese kleinen Kameraden sorgen dafür, dass wir offene Möbel nicht mal schnell abstauben oder abwaschen können. Daher sollten wir den Nippes auf ein Minimum beschränken und Kleinkram stattdessen in Boxen verstauen. Ähnliches gilt übrigens auch für Zeitschriften.

  • Oft und weniger statt selten und viel
  • Wer sich ungern ganze Tage um die Ohren schlägt, um seine Wohnung aufzuräumen, kann jeden Tag einen kleinen Beitrag leisten, damit das Chaos nicht überhandnimmt: wenn wir im Duden etwas nachgeschlagen haben, stellen wir ihn danach gleich zurück. Das Tellerregal ist gerade leer? Dann wischen wir einmal kurz durch. Das ist ganz im Sinne meines zwölften Kurz-Tipps, der lautete: In Etappen putzen.

Vor allem während meiner Studentenzeit fand ich meine offenen Möbel cool. Außerdem waren sie schön preiswert, so dass ich mir ab und an neue Stücke leisten und alte aussortieren konnte. Doch so langsam denke ich um und stöbere immer mal wieder nach neuen Möbeln, z. B. auf dieser Seite. Dabei halte ich durchaus Ausschau nach Möbeln mit vielen kleinen und großen Schubfächern sowie Schränkchen mit Türen. Selbst die ehemals so verhasste Anbauwand könnte ich mir in manch moderner Ausführung in meiner eigenen Wohnung vorstellen.

Denn seitdem ich richtig im Leben stehe, mag ich es einfach und unkompliziert. Und Dinge einfach in eine Schublade werfen, vor einem chaotischen Kleiderschrank die Tür zu schließen und glatte, saubere Flächen kurz abzuwischen, ist einfach und unkompliziert.

Wenn ich den ganzen Tag arbeite, will ich danach nicht noch zwei Stunden mit dem Haushalt vergeuden. Daher wird unsere nächste Wohnung wohl anders eingerichtet sein als die aktuelle.