Kurz-Tipp (14): Grillen ist kein Menschenrecht

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Endlich ist er da: der Sommer. Wir können ins Freibad gehen, ohne schlechtes Gewissen Eis essen und die Küche ins Freie verlegen. Denn wer brät schon gerne in der Pfanne, wenn er auch den Grill anwerfen kann? Doch was, wenn sich unsere Nachbarn dadurch gestört fühlen? Dürfen wir trotzdem ungehemmt, überall und jederzeit unserem Grillvergnügen nachgehen?

Grundsätzlich ist Grillen erlaubt. Sofern also nichts anderes vereinbart ist, darf man auf Balkonen und in Gärten grillen.

Jedoch gibt es Ausnahmen, denn einen Anspruch hat man gerade in Mehrfamilienhäusern nicht: So können Mietverträge oder Eigentümerbeschlüsse das Grillen auf Balkonen verbieten. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld – oder im Wiederholungsfall die fristlose Kündigung seiner Mietwohnung.

Doch auch ohne solch ein Verbot sollten wir immer auf unsere Nachbarn Rücksicht nehmen und mit ihnen reden. Wer seine Nachbarn vorab informiert und möglichst qualmfrei mit Elektrogrill oder Aluschale grillt, geht Streit und bösen Worten aus dem Weg. Und kann den Sommer ungestört genießen.

Eine Sammlung von Urteilen zu diesem Thema findet ihr auf nachbarrecht.com.