Wohnung selbst streichen – und sich mit neuen Schuhen belohnen

Print Friendly

Das Schlafzimmer ist fertig. Ein richtig warmer, tiefer Creme-Ton. Und ich bin so richtig stolz, denn zugetraut hätte ich mir das nie. Seit einigen Jahren spare ich schon für den Maler und habe immer noch nicht die 3.000 Euro zusammen. Was soll‘s – dann mache ich es eben selbst. So schwierig kann das ja nicht sein. Und von dem gesparten Geld kaufe ich mir als Belohnung online noch ein paar Schuhe. Verdient ist verdient.

Maler oder selbst streichen? Eine Frage des Budgets!

Die meiste Arbeit beim Streichen meiner eigenen vier Wände machte die Vorbereitung: das Ausräumen, das Abrücken der Schränke, Abkleben von Türrahmen, Fenstern und Fußbodenleisten. Danach habe ich alles gut mit Plastikfolie abgedeckt und die Farbe ordentlich durchgerührt. Und dann ging es los. So richtig sicher war ich mir meiner Sache nicht, schließlich sollte es danach ja nicht schlimmer aussehen als vorher. Doch nach dem ersten Tag stellte ich erleichtert fest: Alles ganz einfach! Ich musste nur daran denken, immer alles im Kreuzgang zu walzen: einen Quadratmeter ausgucken und dann gerade nach oben, unten, quer und schräg überwalzen.

Jetzt sieht mein Schlafzimmer ein wenig fleckig aus, aber das wird schon – sagte jedenfalls der Verkäufer im Baumarkt. Die Farbe muss erst ein paar Tage trocknen, dann verschwinden die Flecken und der Ton wird noch etwas heller.

Morgen ist dann der Flur dran. Dort muss ich zwar viele Türen abkleben, dafür aber auch weniger Möbel verschieben. Die Küche wird vielleicht nochmal etwas knifflig, aber das Wohnzimmer ist wieder ganz easy.

Mit den Farben habe ich lange Zeit hin- und herüberlegt. Der Flur wird – nicht erschrecken – orange! So ganz ohne Fenster brauche ich da etwas richtig Freundliches. Für die Küche plane ich ein helles Grün, vielleicht kombiniert mit dem Mango-Orange vom Flur? Das Wohnzimmer werde ich ganz schlicht gebrochen weiß übermalen. Damit es nicht zu langweilig wird, werde ich mich hier mit ein paar Wand-Tattoos verkünsteln.

Belohnung muss sein – neue Schuhe

Sicherlich ist es richtig viel Arbeit, eine Wohnung selbst zu streichen, in der man schon lebt. Doch unterm Strich spare ich so viel Geld. Davon kann ich mir jetzt einige lang gehegte Wünsche erfüllen.

In Urlaub geht es dieses Jahr nicht – den verbringe ich ja gerade mit Streichen. Doch das gibt mir Gelegenheit, heute Abend mit meinen Mädels auszugehen und das tolle Wetter zu genießen. In unserer Lieblingskneipe gibt es meine Lieblingspizza – und die habe ich mir wohl verdient. Danach werde ich nach Hause kommen und wahrscheinlich den ganzen Abend bei Welfare stöbern und ein paar neue Damenschuhe online kaufen.

Denn was bringt all die schweißtreibende, harte Arbeit, wenn ich mich nicht belohnen darf? Daher freue ich mich schon jetzt auf mein neues Styling. Neulich habe ich bei Welfare eine geniale Handtasche aus weißem Leder, mit naturbraunen Kontrasten gesehen – die gehört bald mir, denn sie passt sowohl in die Kneipe als auch ins Büro. Dazu ein naturbrauner Gürtel, der toll zu meinen Jeans aussehen wird. Das Beste sind aber die Plateausandalen mit ihrem Korbabsatz von ganzen 13 Zentimetern. Ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich schon, dass ich so zuschlage, aber das verfliegt ganz schnell: Denn durch meinen Schuhkauf schenkt das FairPair-Projekt von Welfare ein paar neue Kinderschuhe an ein bedürftiges Kind.

Etwas Produktives geleistet, viel Geld gespart und noch eine gute Tat getan – was will ich eigentlich mehr?

Comments are closed.