Das kann teuer werden: CC statt BCC

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In meinem kommunikationsABC habe ich mich schon einmal der Frage gewidmet, worin sich die E-Mail-Abkürzungen Cc und Bcc unterscheiden. Aus aktuellem Anlass möchte ich jedoch heute auch hier ein paar Worte über das Thema verlieren. Denn die Verwechslung dieser beiden Kürzel kann künftig teuer werden.

Ich ärgere mich offen gesagt jedes Mal, wenn ich eine E-Mail bekomme, in der meine E-Mail-Adresse für alle sichtbar im „An“-Feld oder „Cc“-Feld steht. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist beispielsweise so ein Kandidat. Da kann man wunderbar alle E-Mail-Adressen von Leuten abschöpfen, die sich für die deutsche Sprache interessieren. Mit Datenschutz hat das nicht das Geringste zu tun.

Was für mich ärgerlich ist, könnte für die GfdS und andere Bcc-Ignorierer künftig teuer werden. Denn am Freitag berichtete der Nachrichtensender n-tv auf seiner Website, dass das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht nun endlich einmal ein Bußgeld verhängt hat. Die Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens hatte eine kurze E-Mail an einen großen Verteiler geschickt – und alle Empfänger im Cc-Feld eingefügt. Damit wusste jeder, wer sonst noch die E-Mail erhalten hat. Viele Geschäftskontakte wurden offengelegt, was den Chef wohl genauso gestört haben dürfte, wie die Empfänger. Die Folge: Ein Bußgeld für die unbedarfte Dame.

Wann füge ich Adressen ins Cc-Feld ein, wann ins Bcc-Feld?

Im Cc-Feld geht eine Kopie des E-Mail-Inhalts offen an einen zweiten Empfänger. Beispiel: Man schickt dem Kollegen ein wichtiges Dokument, und setzt den Chef in Cc, damit er Bescheid weiß. Der Kollege sieht dabei auf den ersten Blick, dass der Chef informiert wurde.

Das Bcc-Feld wurde hingegen erfunden, um eine so genannte Blind Copy an eine dritte Person zu schicken. Der eigentliche Empfänger sieht dabei nicht, dass noch jemand anderes die gleiche Nachricht bekommen hat, geschweige denn wer genau. Das ist diskret und eignet sich daher bestes für den geschäftlichen E-Mail-Kontakt.

Fazit

Das Cc-Feld eignet sich für private oder interne Geschäfts-Mails, bei denen die E-Mail-Adressen ohnehin allen Empfängern bekannt sind. Ins Bcc-Feld müssen jedoch Adressen kopiert werden, wenn man einen Newsletter verschickt, einer großen Gruppe etwas mitteilen will oder an Empfänger schreibt, die nichts voneinander wissen (sollten).