Wie kann ich Spliss vorbeugen?

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Seit fast anderthalb Jahren lasse ich wieder meine Haare wachsen. Was im Januar 2012 noch ein kinnlanger Pagenkopf war, reicht heute schon weit über die Schultern. Doch trotz regelmäßiger Friseurbesuche bemerkte ich Ende des Winters, dass ich richtig viel Spliss bekommen hatte. Das ärgerte mich maßlos, denn Spliss sieht immer ungepflegt aus.

Zunächst einmal beruhigte mich meine Friseurin: Spliss ist ab einer gewissen Haarlänge vollkommen normal. Schließlich haben meine Haare mittlerweile ein recht hohes Alter und mussten schon zwei Winter überstehen. Die abwechselnde Heizungsluft und Kälte sind dabei ebenso schädlich wie Schals und hohe Mantelkragen.

Um dem Problem vorerst Einhalt zu gebieten, ließ ich einen Splissschnitt machen. Das Ergebnis war atemberaubend und ich wurde in den kommenden Tagen oft drauf angesprochen: „Mensch, deine Haare sehen ja toll aus! Was hast du denn gemacht?“ Diese Reaktionen und die zeitweise Abwesenheit jeglichen Splisses haben die Sache besiegelt: ab sofort lasse ich das bei jedem Friseurbesuch machen. Außerdem riet mir meine Friseurin zu weiteren Vorsichtsmaßnahmen, die ich seither zu befolgen versuche:

    • Schonende Shampoos etc.

Gut eignen sich Shampoos, Kuren und Spülungen mit niedrigem PH-Wert. Außerdem sollte man darauf achten, dass Shampoos keine Silikone enthalten.

    • Splissschnitt

Sicherlich ist es ratsam, bei jedem Friseurbesuch auch einen Splissschnitt machen zu lassen. Dieser ist nicht allzu teuer, doch wer noch mehr sparen will, kann selbst Hand anlegen: Haarsträhnen zwirbeln und die abstehenden Haare auf Spliss untersuchen. Haar mit einer SCHARFEN Schere oberhalb des Bruchs abschneiden. Dieses Vorgehen dauert jedoch Ewigkeiten und macht alles noch schlimmer, wenn man eine stumpfe Schere benutzt.

    • Öl

Klettenwurzelöl soll wunderbar sein, wenn man Spliss vorbeugen will. Kann ich jedoch noch nicht beurteilen, denn ich habe bislang immer vergessen, welches zu kaufen.

    • Strapazen vermeiden

Je länger unser Haar wird, desto mehr Belastungen ist es ausgesetzt: Wir reißen es aus Mänteln oder unter Umhängetaschen heraus, liegen beim Schlafen darauf, waschen und föhnen es häufiger. Kein Wunder, dass manches Haar dieser Belastung nicht standhält. Wenn wir es schonen wollen, sollten wir unser Haar daher:

    1. hochbinden oder zur Seite legen, wenn wir uns anziehen
    2. flechten, bevor wir zu Bett gehen
    3. wenn möglich nur alle zwei bis drei Tage waschen
    4. nicht zu heiß föhnen oder besser an der Luft trocknen lassen.