Urlaub 2013 – Tag 12 – Bilderbuch-Insel Kauai

Print Friendly

Elf Tage unseres Urlaubs liegen bereits hinter uns und heute hüpfen wir auf unsere letzte Hawaii-Insel. Auf Kauai haben wir uns am meisten gefreut, denn diese Insel verspricht jede Menge Natur und hoffentlich auch viel weniger Touristen.

Gegen Mittag landen wir auf dem süßen kleinen Flughafen und nehmen sogleich unseren neuen Mietwagen in Empfang: einen Jeep mit abnehmbaren Dach. Mit meinen kurzen Beinchen kann ich kaum einsteigen und auch drinnen lässt der Komfort etwas zu wünschen übrig. Was Männer an diesem Eisenschwein finden, kann ich nicht nachvollziehen. Aber dafür bin ich wahrscheinlich einfach zu viel Frau 😉

Postkarten-Hawaii

hawaii_tag12_1Schon auf dem kurzen Weg in unser Hotel können wir erahnen, dass Kauai genauso herrlich ist, wie wir es uns erträumt haben: saftiges Grün, schroffe Felswände und dahinter das unglaublich blaue Meer. Vom Kaumualii Highway (50) biegen wir ab auf die 520 in Richtung Po’ipu Beach und fahren unter einem Blätterdach weiter, das zu Recht den Namen „Eucalyptus Tree Tunnel“ trägt. Von dort aus sind es nur noch ein paar Meter bis zu unserer neuen Unterkunft. Mit dem Einchecken in der Outrigger Kiahuna Plantation steht fest: Ab sofort darf nur noch der Schatz Hotels buchen, ich werde das nie wieder machen. Drei Hotels – drei Volltreffer. Wenn ich indes buche, gibt es Kakerlaken-Alarm. Muss ja nicht sein …

hawaii_tag12_2Wir beziehen ein riesiges Appartement mit einem großem Schafzimmer, einem noch größeren Wohnzimmer, Küche und einem Balkon, der Platz für einen Vier-Personen-Esstisch und zwei Liegestühle bietet. Direkt vor der Terrasse steht einer dieser Bäume mit den tollen Blüten, dahinter sehen wir schon das Meer. Ja, hier werde ich mich wohlfühlen! Das wir hier jedoch nur noch vier Nächte verbringen werden, stimmt mich schon jetzt etwas traurig.

Spouting Horn

hawaii_tag12_4Wir ziehen los und schauen uns das nahegelegene Spouting Horn an. In unregelmäßigen Abständen drückt hier das Meer Wasser in eine Lavaröhre, welches dann senkrecht nach oben schießt. Das ist ganz nett anzusehen, jedoch hat das Spouting Horn dreiviertel seiner Höhe verloren, nachdem einstige Anrainer das Loch mithilfe von Dynamit vergrößert hatten. Vollpfosten!

Danach decken wir uns im kleinen Ort Koloa mit dem Nötigsten für die kommenden Tage ein. Morgen wird es ein typisch amerikanisches Frühstück mit Eiern und Speck geben. Außerdem wollen wir an einem der kommenden Tage einen der Grillplätze nutzen, die es auf der Plantage vielfach gibt.

hawaii_tag12_3Da der Tag nun schon fortgeschritten ist, gehen wir nur noch eine Runde im Meer schwimmen. Hier ist der Ozean wesentlich unruhiger als am Waikiki Beach und eine Welle jagt die nächste. Dies gepaart mit meiner panischen Abneigung gegen das nasse Element führt selbstverständlich dazu, dass ich an diesem Nachmittag fast zu ertrinken meine: eine Welle kommt und drückt mich unter Wasser; während ich mich zu beruhigen versuche, zieht mich die Unterströmung von den Beinen und eine zweite Welle drückt mich erneut nach unten. Danach bin ich bedient und ziehe mich schmollend und zitternd auf meinen Liegestuhl zurück. Jetzt weiß ich auch, warum es Menschen gibt, die in den Pool gehen, wenn das Meer direkt zu ihren Füßen liegt. Ich hasse Wasser in der Nase!

Schon wieder ein kulinarischer Tagestipp

An diesem Abend schlendern wir in das nahegelegene Restaurant Keoki’s Paradise, von dem ich schon im Reiseführer gelesen hatte. Hier trinkt mein Schatz den seiner Ansicht nach besten Lava Flow unseres gesamten Urlaubs. Ich dagegen werde noch in zehn Jahren von den Jakobsmuscheln mit Macadamia-Kruste schwärmen. Das Keoki’s Paradise ist zwar sehr teuer – jedoch jeden Cent wert!


Comments are closed.