Urlaub im Ausland: Kreditkarte oder Bargeld?

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Die Urlaubszeit steht vor der Tür und viele Deutsche zieht es wieder ins Nicht-Euro-Ausland. Manche lassen die Seele in Thailand baumeln, andere starten eine Rundreise durch die USA oder gönnen sich eine Safari in Afrika. Vollkommen unbeschwert zahlen sie mit ihrer Kreditkarte – denn das ist schön einfach und bequem. Erst nach dem Urlaub folgt die Überraschung.

Manche Urlauber gehen fälschlicherweise davon aus, dass eine kostenlose Kreditkarte keinerlei Kosten verursacht. Doch gibt es große Unterschiede zwischen kostenlos und kostenlos.

  1. Die Kreditkarte ist kostenlos. >>> Der Kunde muss keine Jahresgebühr zahlen.
  2. An 10.000 Automaten weltweit ohne Gebühren Bargeld abheben. >>> An allen anderen Automaten wird es teuer.
  3. Man kann weltweit gebührenfrei Bargeld abheben. >>> Die Geldautomaten sind kostenlos, für alle anderen Verfügungen werden aber wahrscheinlich Gebühren fällig.

Dieses so genannte „Entgelt für den Auslandseinsatz“ kann je nach Bank variieren. Manche Banken verzichten bei den ersten zwanzig Buchungen darauf. Andere verlangen bis zu 2,0 Prozent für jeden Einsatz.

2,0 Prozent sehen auf den ersten Blick recht viel aus. Doch beim näheren Hinsehen, hält sich der Schaden in Grenzen. So kostet ein Frühstück bei Starbucks für zwei Personen nicht mehr nur 20,00 Dollar, sondern 20,40 Dollar. Und wenn sich die Kreditkartenausgaben im ganzen Urlaub auf 1.000 Dollar belaufen, muss man unterm Strich 1.020 Dollar zahlen.

Doch bevor wir uns wegen der 2,0 Prozent Auslandseinsatzentgelt aufregen, sollten wir etwas anderes bedenken: Was wäre denn die Alternative? Genau, zuhause Geld tauschen und mit in den Urlaub schleppen. Doch ist diese Variante wesentlich unsicherer – und auch nicht gerade billig. Denn beim Umtausch langen die Banken richtig zu. So bekommt man dank der Gebühren statt 1,29 Dollar je Euro gerne mal nur 1,24 Dollar. Bei 1.000 Euro immerhin eine Differenz 40,00 Euro!

Und die Moral von der Geschichte: Lehnt euch zurück und genießt euren Urlaub! Die Bank kommt so oder so an ihr Geld. 😉


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