Die Läuterung eines Hörbuch-Hassers?!

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Ich bin eine Leseratte. Eigentlich. Pro Monat lese ich mindestens ein Buch. Eigentlich. Hörbücher oder eBooks kommen für mich nicht in Frage. Eigentlich. Ohne Bücher kann ich nicht leben. Definitiv!

Trotzdem habe ich es im vergangenen Jahr nicht geschafft, ein einziges Buch zu lesen – abgesehen von den gefühlt 16 Korrekturschleifen für meinen zweiten Roman Zuckertod. Das ist absolut untypisch für mich und ich merke auch, dass mir etwas fehlt. Trotzdem kann ich mich einfach nicht aufraffen und mir ein Buch zur Brust nehmen. Vielleicht liegt es daran, dass ich von Berufswegen den ganzen Tag schreibe und lese. Wenn ich dann Feierabend oder Wochenende habe, will ich momentan einfach keine Buchstaben mehr sehen. Doch da ich den Anschluss an die Literatur dieser Welt zu verlieren schien, musste ich zu einem drastischen Mittel greifen: Hörbücher!

Früher habe ich Hörbücher kategorisch abgelehnt. Wer Weltliteratur konsumieren will, muss sich dafür auch etwas quälen. Das war meine Meinung. Das sehe ich heute selbstverständlich anders – oder auch nicht, denn eigentlich schäme ich mich etwas, dass ich Lautlos von Frank Schätzing nicht „aus eigener Kraft“ geschafft habe. Trotzdem gibt es wahrlich einige gute Gründe, die für Hörbücher sprechen:

  • Ein Hörbuch höre ich schneller, als ich ein Buch lese, d. h. mehr Buchbesprechungen für euch!
  • Hörbücher kann man hören, während man kocht, bäckt, strickt, Auto fährt, putzt…
  • Ein Hörbuch kann man gemeinsam genießen.
  • Hörbücher fressen nicht so viel Platz – vor allem, wenn man sie sich auf den MP3-Player lädt.
  • Ein Buch zu lesen, kann mit der Zeit anstrengen. Ein Hörbuch zu hören ist entspannend – kann jedoch zu ungewollten Nickerchen verführen.

Trotz all dieser Vorteile hoffe ich, dass ich bald mal wieder die Muße finde, ein Buch zu lesen. Schon allein, weil ich noch lauter tolle Sachen im Regal stehen habe, die ich bestimmt nicht doppelt kaufen will, z. B. den vierten Teil von Eragon, Teil 2 und 3 der Stieg-Larsson-Reihe, weitere Commissario-Brunetti-Romane, Die Chroniken von Narnia, Garou von Leonie Swan, Tintentod von Cornelia Funke und einige mehr.