Viel Zündstoff in Frank Schätzings „Lautlos“

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Nach knapp einem Jahr habe ich am Wochenende endlich Lautlos von Frank Schätzing „ausgelesen“. Die Dauer hatte jedoch weniger etwas mit der Spannung des Buches zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass ich offenbar das private Lesen verlernt habe. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag in dieser Rubrik. Heute widmen wir uns „Lautlos“.

Der Inhalt von „Lautlos“

Köln. 1999. G8-Gipfel. Die Stadt gleicht einer Festung. Die wichtigsten Staats- und Regierungschefs weilen in der Rhein-Metropole und das Sicherheitsaufkommen ist enorm. Trotzdem haben ein paar Attentäter einen irrwitzigen Plan ausgeheckt, an dessen Ende der Tod des mächtigsten Mannes der Welt stehen soll. Durch einen dummen Zufall erfahren der exzentrische Physiker und Bestsellerautor Liam O’Connor, seine Pressereferentin Kika Wagner und der Lektor Franz Maria Kuhn von dieser Verschwörung und geraten schnell zwischen alle Fronten.

Meine Meinung zu „Lautlos“

„Lautlos“ ist zwar nicht so gut wie Schätzings Meisterwerk „Der Schwarm”, jedoch um Längen besser als „Limit”. So blöd es sich anhört: Das dürfte auch daran liegen, dass sich Frank Schätzing für seine Verhältnisse mit 700 Seiten „kurz“ fasst. Sicherlich hätte er an der einen oder anderen Stelle etwas schneller zum Punkt kommen können; doch so ist Schätzing nun einmal. Da störten mich die teils abstrusen Dialoge des verhinderten Liebespaares O’Connor/Wagner schon mehr in dem Roman, der ansonsten durch technisches Fachwissen besticht und ein überraschendes Ende bereithält. Der Spannungsbogen ist exzellent gezogen. Ein gutes Stück vor Ende des Buches fragt sich der Leser, was denn jetzt noch kommen kann – da zaubert Schätzing noch ein Knallbonbon hervor.

Insgesamt ist „Lautlos“ von Frank Schätzing ein lesenswertes Buch, das trotz gewisser Längen eine gute Geschichte in einem realen Rahmen bietet. Und wer weiß: Vielleicht hat sich das damals ja alles genauso zugetragen…

Abschließender Tipp: Schaut euch auf keinen Fall den Wikipedia-Eintrag zu „Lautlos“ an! Noch nicht einmal das Personenverzeichnis! Es sei denn, ihr wollt schon vorher wissen, wie alles endet.

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