Grippewelle: So stecken wir uns richtig an

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Claus Klebers blaue Augen konnten gestern Abend nicht darüber hinwegtäuschen: Die Grippewelle in Deutschland nimmt gefährliche Züge an. Tausende Influenza-Infizierte und volle Krankenhäuser, in denen die Schwestern, Pfleger und Ärzte jedoch selbst krank sind. Der Krankenstand ist so hoch wie lange nicht mehr. Jedoch gibt es immer noch Experten, die sich mit Grippe zur Arbeit schleppen – und dort die Gesundheit ihrer Kollegen aufs Spiel setzten. Für all diese Experten und die Kollegen, die sich gerne so richtig anstecken möchten, habe ich heute ein paar Tipps:

  1. Niemals Hände waschen! Vor allem nicht vor dem Essen oder nachdem wir viele Hände geschüttelt haben. Wer sich eine Extra-Ladung Bazillen einfangen will, kann zudem viele Handläufe, Türknaufe und Fahrstuhlknöpfe antatschen.
  2. Kranke Menschen dürfen auf gar keinen Fall in ein Taschentuch oder ihre Armbeuge nießen! Nein, viel besser sind die Hände. Noch dazu, wenn wir Punkt 1 konsequent befolgen.
  3. Nachdem wir alles angefasst und den Gang zum Waschbecken vermieden haben, sollten wir uns ganz oft im Gesicht herumfummeln. Mund, Augen, Nase – Hauptsache die Bakterien finden irgendwie in den Körper hinein.
  4. Um den Keimen ein subtropisches, wachstumsförderndes Klima zu bieten, muss dringend auf Stoßlüftungen verzichtet werden. Vier Mal tägliches Lüften für jeweils zehn Minuten ist nur etwas für Menschen, die gesund bleiben wollen.
  5. Zwar übertragen sich die Bakterien auch über die Luft. Wer jedoch sicher gehen will, sollte seinen Kollegen möglichst dicht auf die Pelle rücken.
  6. Infizierte dürfen auf gar keinen Fall zuhause im Bett bleiben. Das ist die egoistischste aller Handlungen, bedeutet sie doch, dass man seine Bazillen nicht mit anderen teilen will. Wie fies!