Mit Vorräten im Notfall versorgt

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Wer hat heutzutage eigentlich noch ausreichend Vorräte im Haus? Eine Dose Bohnen hier und eine Kiste Wasser dort – für viel mehr opfert doch kaum jemand seine begrenzten Kapazitäten. Wozu auch? Schließlich gibt es an jeder Ecke einen Supermarkt und im „Notfall“ hat die Tanke auch sonntags auf. Doch was passiert, wenn ein wirklicher Notfall eintritt?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stuft diese Möglichkeit wohl als sehr wahrscheinlich ein. Anders lässt sich nicht erklären, dass sie auf ihrer Website eine Broschüre mit dem Titel „Für den Notfall vorgesorgt“ veröffentlicht hat. In dieser erklärt sie, wie man sich in einem Notfall verhalten und welche Vorkehrungen man getroffen haben sollte.

Die Tipps gehen von der Dokumentensicherung über das Notgepäck und die Hausapotheke bis hin zu einem Energieausfall und möglichen, unabhängigen Rundfunkgeräten. Darüber hinaus gibt es eine recht detaillierte Übersicht über die Mindestmenge an Vorräten, die für jeden Menschen zur Verfügung stehen sollte. Ich lehne mich wahrscheinlich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass kaum jemand so viel daheim hortet.

Pro Person sollte laut Bundesamt mindestens eine Zwei-Wochen-Ration gelagert werden. Diese sieht folgendermaßen aus:

  • 24 l Getränke
  • 4,6 kg Getreideprodukte, Brot & Kartoffeln
  • 5,6 kg Gemüse & Hülsenfrüchte
  • 3,5 kg Obst
  • 3,7 kg Milchprodukte
  • 1,7 kg Fleisch, Fisch & Eier
  • 0,5 kg Fette & Öle
  • 0,25 kg Sonstiges (z. B. Zucker, Kekse, Nervennahrung)

Es ist schon eine befremdliche Vorstellung, dass man so viele Nahrungsmittel für einen hypothetischen Notfall lagern soll. Doch ein Blick in die Nachrichten zeigt, dass es schneller dazu kommen kann, als wir denken möchten: Hochwasser, plötzlicher Wintereinbruch, Anschläge oder Aufstände. Wer sagt uns denn, dass wir vor all dem gefeit sind?