Sommerreifen im Winter: Das kann teuer werden!

Print Friendly

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Die Kinder freuen sich über Schneefrei. Die Erwachsenen stöhnen, wenn sie die Straßenverhältnisse sehen. Und alle Jahre wieder flimmern Berichte über die Fernsehbildschirme von Blechschäden und schlimmeren Unfällen. Leider sind immer noch viel zu oft die falschen Reifen schuld.

Die Winterreifenpflicht gibt es seit mehr als zwei Jahren; da sollte wohl niemand mehr Unwissenheit vortäuschen können. Trotzdem versuchen es Autofahrer immer wieder. Ob aus Faulheit oder Geldnot sei einmal dahin gestellt. Letztlich interessiert das die Polizei nicht, denn mit ihrem Verhalten gefährden diese Fahrer nicht nur sich, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Wann muss ich Winterreifen aufziehen?

Hier drückt sich der Gesetzgeber wieder einmal schwammig aus: Ein Auto muss mit Winterreifen fahren, wenn das Wetter entsprechend schlecht ist. Bei einem Schneefall im August müssten wir also auch Winterreifen aufziehen oder das Auto stehen lassen. Auf der halbwegs sicheren Seite sind wir jedoch, wenn wir von O(ktober) bis O(stern) auf Winterreifen unterwegs sind.

Was passiert, wenn ich mit Sommerreifen erwischt werde?

Wer bei schlechtem Wetter von der Polizei mit Sommerreifen ertappt wird, muss 40 Euro berappen. Wenn man jedoch infolge der falschen Reifen zum Verkehrshindernis wird, wird ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro fällig und man kassiert sogar einen Punkt in Flensburg.

Zahlt meine Versicherung?

Wenn ich aufgrund von Sommerreifen einen Unfall baue, zahlt die Versicherung zwar den Schaden meines Unfallgegners. Jedoch ist es möglich, dass sie einen Teil der Schadenssumme von mir zurückverlangt. Meine Kasko-Versicherung könnte mir sogar „grobe Fahrlässigkeit“ unterstellen – und mich auf meinem eigenen Schaden sitzenlassen.

Unterm Strich kann es also sehr teuer werden, wenn man am falschen Ende spart.

Comments are closed.