Wintereinbruch: Wer muss wann wie Schnee räumen?

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Gestern Nachmittag ging es los und dauerte die ganze Nacht: Der erste, ernstzunehmende Schneefall dieses Winters ist da! Bei unserem Winterspaziergang wurde dann deutlich, dass die meisten Nachbarn nicht wissen, was sie in einem solchen Fall zu tun haben.

Wann muss ich räumen und streuen?

Die Verkehrssicherungspflicht schreibt vor, dass Gehwege und Zugänge zu Häusern sicher sein müssen. Das bedeutet, dass wir bei Schneefall zum Winterdienst verpflichtet sind. Montags bis samstags müssen wir zwischen 7.00 und 20.00 Uhr die Sicherheit gewährleisten, sonntags dürfen wir immerhin bis 8.00 Uhr „ausschlafen“. Doch wer muss eigentlich zur Schneeschaufel greifen?

Wer muss den Winterdienst übernehmen?

Generell sind die Hauseigentümer verpflichtet, der Räumpflicht nachzukommen. Doch können sie diese Pflicht an ihre Mieter weitergeben. So kann eine Klausel im Mietvertrag den Mieter zum Winterdienst verdonnern oder auch die Hausordnung. Wer sich nicht sicher ist, ob er tatsächlich Schnee schippen muss, sollte noch einmal seine Unterlagen studieren.

Folgen bei Verstoß

Denn im Falle eines Unfalls kann es unangenehm und teuer werden. Wenn jemand auf dem eisigen oder verschneiten Fußweg ausrutscht, kann er den Winterfaulpelz auf Schadenersatz verklagen. Im günstigsten Fall muss man dann nur die Reinigung der Kleider zahlen. Wenn sich derjenige jedoch verletzt, kommen schnell Arztkosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall oder sogar Rentenzahlungen dazu. Auch eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung ist möglich.

Bei den materiellen Schäden springen normalerweise die Versicherungen ein. Während Vermieter eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung benötigen, reicht bei Mietern und Eigenheimnutzern oft die Privathaftpflichtversicherung. Jedoch sollte man sich im Zweifelsfall bei seiner Versicherung erkundigen – oder einfach ohne Murren seiner Streupflicht nachkommen.

Aha-Effekt: Womit sollte ich streuen?

Bei meiner Recherche für diesen Artikel habe ich gelesen, dass in manchen Gemeinden der Einsatz von Streusalz verboten ist. Generell wird geraten auf Salz zu verzichten, da dies der Umwelt schadet. Besser, wenn auch weniger effektiv, sind Rollsplitt, Sand oder Granulate.


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