Buch-Tipp: Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“

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An Charles Dickens und seiner Weihnachtsgeschichte kommt man einfach nicht vorbei. Ob als Buch, Hörspiel oder eine der vielen Verfilmungen: die Geschichte des geizigen Ebenezer Scrooge ist in aller Munde, Ohren und Augen. Das Buch lese ich alle paar Jahre einmal, eine der vielen Verfilmungen steht jedoch jedes Jahr auf dem Programm: Die Muppets Weihnachtsgeschichte.

Der Inhalt von „Eine Weihnachtsgeschichte“

Ebenezer Scrooge ist ein fieser, alter, stinkend reicher Geizhals. Er spendet nie etwas, beutet seine Angestellten aus und ist griesgrämig gegenüber seinem einzig lebenden Verwandten. Weihnachten ist für ihn nicht die Zeit der Mildtätigkeit und Liebe, sondern „Humbug“. Doch in einer Heiligen Nacht erhält er unerwarteten Besuch. Der Geist seines verstorbenen Kompagnons Jakob Marley ermahnt Scrooge, ein besseres Leben zu führen, und kündigt drei weitere Geister für den Verlauf der Nacht an: der erste Geist ist der Geist aller vergangenen Weihnachten. Mit ihm reist Scrooge in die Vergangenheit, sieht seine traurige Kindheit und seine große Liebe, die seiner Habgier wegen scheiterte. Der zweite Geist der diesjährigen Weihnacht zeigt Scrooge, wie seine Mitmenschen Weihnachten feiern und was sie von ihm als Menschen halten. Der dritte Geist der zukünftigen Weihnacht gewährt Scrooge einen Blick in die mögliche Zukunft: Menschen sind gestorben, weil er nicht geholfen hat, und auch er selbst hat das Zeitliche gesegnet – was seinen Mitmenschen nicht das Geringste ausmacht. Nach all diesen schmerzlichen Einsichten ist Scrooge geläutert und führt von nun an ein besseres Leben. „Er wurde ein so guter Freund, Arbeitsherr und Mensch, wie man ihn sonst kaum zu finden vermochte.“

Meine Meinung zu „Eine Weihnachtsgeschichte“

Charles Dickens Gesellschaftskritik prangert zwar die Missstände im 19. Jahrhundert an, ist heute jedoch aktueller denn je: habgierige Unternehmensbosse und Banker scheffeln Millionen und Milliarden, während der kleine Mann ums (finanzielle) Überleben kämpft. Doch an Weihnachten vergessen wir unsere Sorgen und träumen von einer besseren Welt. Was könnte es also Schöneres geben, als die Geschichte eines Ausbeuters, der über Nacht zum Philanthropen wird? Daher genieße ich alle Jahre wieder „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens – in welcher Form auch immer.

Kleiner Nachtrag: Der Trailer zur „Muppets Weihnachtsgeschichte“ (mit deutschem Untertitel):


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