Trotz Weihnachten auf die Finanzen achten

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Trotz Euro-Schuldenkrise werden die Deutschen in diesem Jahr durchschnittlich 285 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Viele Menschen denken sich: Sparen bringt keine Zinsen, also kann ich mein Geld auch ausgeben. Wenn das Geld vorhanden ist, spricht nichts dagegen. Doch kaufen rund fünf Prozent der Deutschen ihre Geschenke auf Kredit. Und das könnte mittelfristig zum Problem werden.

Kaufen Sie jetzt – zahlen Sie erst in zwei Jahren! Null-Prozent-Finanzierung über 36 Monate! Mit solchen und ähnlichen Angeboten locken Einzelhändler nicht nur zu Weihnachten. Damit ermöglichen sie auch einkommensschwächeren Menschen, sich oder anderen tolle Dinge zu schenken. Was sie dabei verschweigen ist, dass manch einer dadurch in einen Teufelskreis gerät, den er allein nicht mehr verlassen kann. Denn zahlen muss man den Laptop oder die Spülmaschine in jedem Fall. Und wer seine Verbindlichkeiten immer vor sich herschiebt, hat zwar jetzt schöne Sachen – in der Zukunft jedoch einen Berg von Schulden. Denn das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt und wer nächstes Jahr noch die Geschenke dieses Jahres abbezahlt, hat dann noch weniger Geld übrig.

Daher gilt bei allen Anschaffungen und Weihnachtsgeschenken: Wir sollten niemals über unsere Verhältnisse leben! Wenn wir kein Geld für viele, große, teure Geschenke haben, sollte jeder verstehen, wenn es nur wenige, kleine, preiswerte Geschenke gibt. Sicher fühlt es sich nicht gut an, wenn man seinen Lieben keine große Freude machen kann. Jedoch fühlt es sich auch nicht gut an, wenn man unter einer Schuldenlast zusammenbricht.

Geben ist seliger als Nehmen. Das berühmte Bibelzitat gilt nur in Maßen, denn es gab schon viele Menschen, die zu viel gaben und dadurch unfreiwillig zu Nehmern wurden. Daher sollten wir auch an Weihnachten immer auf unsere Finanzen achten (z. B. mit einer Haushaltsrechnung).