Advent, Advent, Adventskranz brennt – Doch wer haftet?

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Am Sonntag dürfen wir die erste Kerze auf unseren Adventsgestecken anzünden. Manche Leute haben einen Adventskranz aus Metall, andere aus Holz, die nächsten aus Keramik. Doch fast immer sind sie hübsch dekoriert mit Tannenzweigen, Zimtstangen, Papier- und Glitzersachen oder Nüssen. Doch gerade das trockene Grün und der Weihnachtsschmuck sind leicht entflammbar, weshalb wir unser Adventsgesteck niemals aus den Augen lassen sollten. Doch was passiert, wenn es doch einmal brennt? Zahlt dann die Versicherung?

Grundsätzlich muss eine Versicherung zahlen, wenn sie Brandschäden abdeckt. Allerdings gibt es wie immer eine Ausnahme von der Regel und diese heißt: grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit muss die Versicherung zahlen, bei grober nicht. Doch wo hört die leichte auf und wo fängt die grobe an? Hier zwei Beispiele:

Beispiel 1: leichte Fahrlässigkeit

Das Adventsgesteck funkelt, die Plätzchen schmecken, die Weihnachtslieder und der Tee machen schläfrig. Ehe wir es uns versehen, sind wir auf der Couch eingeschlafen. Bis uns der Feuermelder weckt, stehen Tisch und Vorhänge schon in Flammen. In diesem Fall muss die Versicherung zahlen, denn wir waren nur leicht fahrlässig.

Beispiel 2: grobe Fahrlässigkeit

Am Nachmittag erwarten wir Adventsgäste und wollen, dass das Wohnzimmer hübsch duftet. Also zünden wir Duftkerzen an, verlassen das Zimmer und backen in der Küche weiter Kuchen. Wir bringen den Müll runter, quatschen eine Viertelstunde mit der Nachbarin oder führen den Hund aus. Als wir zurückkommen, steht das Wohnzimmer in Flammen – und unsere Versicherung erklärt uns zu Recht: „Pech gehabt, eigene Blödheit haben Sie nicht mit versichert!“

Daneben gibt es viele weitere Beispiele dafür, wann eine Versicherung zahlen muss und wann nicht. Doch unabhängig davon sollten wir allein um unseretwillen vorsichtig sein: Schließlich sollen die Feiertage besinnlich sein und nicht gefährlich.