Skyfall – Der beste Bond aller Zeiten

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Wenn ein neues James-Bond-Abenteuer ruft, renne selbst ich Kino-Muffel am allerersten Wochenende in eines der nächstgelegenen Lichtspielhäuser. 50 Jahre ist der smarte, britische Spion nun schon alt und 22 Abenteuer bestand er mit Bravour. Doch sein 23. Einsatz in „Skyfall“ stellt alles in den Schatten: Der neue Bond ist modern und klassisch, rasant und bedacht, seichtes Popcorn-Kino mit Tiefgang und führt das Bond-Universum in eine schöne neue, alte Zeit.

Der Inhalt von „James Bond 007 – Skyfall“

Nach einem gescheiterten Auftrag in der Türkei stellt sich Geheimagent James Bond (Daniel Craig) tot und zieht sich für eine Weile aus dem Geschäft zurück. Erst als ein Bombenanschlag auf die Zentrale des MI6 verübt wird, wagt er sich aus der Deckung und meldet sich bei seiner Chefin M (Judi Dench) zurück zum Dienst. Diese ist nach den jüngsten Rückschlägen ihrer Behörde in die Kritik geraten und steht unter strengster Beobachtung des Geheimdienstkoordinators Gareth Mallory (Ralph Fiennes). M schickt Bond auf die Suche nach den Drahtziehern des Anschlags, die nun damit drohen, Undercover-Agenten zu enttarnen. Seine Spuren führen James Bond von Shanghai, über Macao auf eine verlassene Insel. Hier begegnet er Raoul Silva (Javier Bardem), einem ehemaligen MI6-Agenten, der nur eines im Sinn hat: Rache an M!

Meine Meinung zu „James Bond 007 – Skyfall“

Der neue Bond mit Daniel Craigs Gesicht war bisher vor allem eines: anders! Der neue Bond litt und blutete, zeigte Gefühle, haderte mit sich selbst und versagte in Situationen, in denen sich die alten Bonds nur kurz die Manschettenknöpfe zurechtgerückt hätten. Dieses Facelift war nötig, denn viel weiter hätte man die Geschichte des überlegenen Superhelden mit seinen tollen Spielzeugen nicht mehr spielen können. Casino Royale und Ein Quantum Trost schufen einen neuen Bond und hatten gleichzeitig die ersten Abenteuer des Spions zum Thema. Ein Paradoxon, das gut aufging. Dennoch war klar, dass Bond irgendwann wieder zu seinem alten Schema zurückfinden muss – zumindest in Ansätzen.

Nun ist es also soweit. Der Kreis schließt sich und diese Rückführung zu den alten Strukturen passiert so wunderbar und leichtfüßig, dass man fast vergessen könnte, dass „Skyfall“ der neueste und nicht einer der ersten Bond-Filme ist. James Bond fährt wie selbstverständlich einen Aston Martin mit Schleudersitz, wird von einem selbstbewussten Q aufgeklärt, dass dessen Abteilung „eigentlich keine explodierenden Kugelschreiber mehr baut“ und flirtet mit einer Ms. Moneypenny, die künftig allen Bond-Girls ernsthafte Konkurrenz machen dürfte.

Am Ende des Films sind wir also wieder am Anfang. Doch sind wir nicht traurig, dass wir den neuen Bond verloren haben. Wir freuen uns, dass der neue etwas mehr wie der alte ist – ohne dabei all seine schönen neuen Seiten aufzugeben.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es sich Daniel Craig anders überlegt und doch noch ein paar neue Bond-Abenteuer dreht. Bitte, bitte!

Der Trailer zu „James Bond 007 – Skyfall“


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