Wie schüttele ich meine Alltagssorgen ab?

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Was mache ich denn, wenn ich meinen Job verliere? Hätte ich vielleicht doch lieber die andere Wohnung kaufen sollen? Mag mich meine Kollegin wirklich oder tut sie nur so? Könnte das Muttermal vielleicht Hautkrebs sein? Habe ich meinem Sohn heute Morgen das richtige Pausenbrot eingepackt? Der Mensch macht sich pausenlos Sorgen. Das ist normal und wird sich nicht ändern lassen. Doch müssen wir lernen, mit unseren Sorgen umzugehen – und sie differenziert zu betrachten.

Der amerikanische Autor Michael Flemming stellte vor einigen Jahren fest, dass die Sorgen der Menschen nur zu 8 Prozent berechtigt sind. Meist machen wir uns fertig wegen Dingen, die niemals passieren werden oder nicht zu ändern sind. Gerne spulen wir uns auch an absolut belanglosen Kleinigkeiten auf.

Ich gebe zu, dass ich selbst auch dazu neige, immer den Teufel an die Wand zu malen. Ich frage mich ständig, was passieren könnte und bereue manche Dinge, die ich nicht mehr ändern kann. Damit verschwende ich viel Zeit und Energie – und verpasse das schöne Hier und Jetzt. Es dürfte schwer werden, mir diesen Charakterzug abzugewöhnen. Aber ich kann es zumindest versuchen!

Nach Michael Flemming kann man seine Sorgen in vier Gruppen einteilen:

  • Ängste, die sich niemals bewahrheiten werden
  • Dinge, die man nicht ändern kann
  • Sorgen über winzige Unwichtigkeiten
  • Sorgen, die berechtigt sind

Nur die Dinge, die zur vierten Gruppe gehören, sind es wert, dass man sich über sie Gedanken macht. Alle anderen Sorgen hindern uns daran, unser Leben zu genießen.

Ich werde mir jetzt eine Liste machen. Diese Liste werde ich an meine Pinnwand hängen und sie immer zu Rate ziehen, wenn eine Sorge an mir nagt. Und wenn ich diese Sorge in einer der drei ersten Gruppen wiederfinde, werde ich sofort an etwas anderes denken. So sieht der Plan aus. Mal sehen, ob das so klappt…