Wer muss im Mietshaus bei einer Rohrverstopfung zahlen?

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Im März habe ich eine Übersicht über die Nebenkosten veröffentlicht, die ein Vermieter auf seine Mieter umlegen darf. Passend zu diesem Thema las ich neulich einen interessanten Beitrag zum Thema Rohrverstopfung. Wer muss eigentlich die Reinigung des Abflusses bezahlen?

Interessant zu wissen: Unregelmäßige Kosten für Rohrreinigungen sind keine Betriebskosten! Wenn ein einzelner Mieter eine Rohrverstopfung verursacht, dürfen die Kosten für die Beseitigung nicht auf alle anderen Mieter abgewälzt werden. Der Vermieter ist vielmehr in der Pflicht, dem einzelnen Mieter nachzuweisen, dass er die Verstopfung verursacht hat. Wer also Kosten für die Beseitigung einer Rohrverstopfung auf seiner Betriebskostenabrechnung findet, darf sich dagegen wehren.

In der Praxis ist es schwer, einem einzelnen Mieter zu beweisen, dass er allein für eine Abflussverstopfung verantwortlich ist. Denn Tampons, Windeln, Spielzeug, Katzenstreu, lange Haare und dergleichen könnten von vielen Mietern stammen. Wenn nur eine Frau, eine Familie mit Kindern, ein Katzenliebhaber oder eine freischaffende Friseurin im Haus wohnen, scheint die Recherche einfach – jedoch könnten im ersten und zweiten Fall auch Besucher der anderen Hausbewohner den Schaden verursacht haben.

Diese Regel gilt selbstverständlich nur für große Verstopfungen, die das gesamte Haus betreffen. Die kleineren Verstopfungen in der eigenen Toilette oder dem eigenen Waschbecken kann man dem jeweiligen Mieter ganz klar zuordnen.