Mit Diebstahl am Arbeitsplatz muss man rechnen

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Viele von uns machen sich keine Sorgen um ihr Hab und Gut, wenn sie am Arbeitsplatz sind. Wir kennen die Kollegen und von denen wird schon keiner etwas klauen. Doch was ist mit allen anderen Menschen, die sich Zugang zu unserem Arbeitsplatz verschaffen könnten? Sind die genauso vertrauenswürdig? Und was passiert, wenn wir tatsächlich einmal bestohlen werden?

Zu diesem Thema flatterte am Mittwoch eine interessante Pressemitteilung der Concordia Versicherungen in meinen Posteingang. Diese schilderte folgenden Fall: Die Mitarbeiterin eines Seniorenheims hatte ihren Autoschlüssel in einem Raum für Angestellte in einem Korb liegen lassen und den Raum verlassen, um in ein anderes Stockwerk zu gehen. Der Schlüssel wurde gestohlen und der Dieb ging mit dem Auto auf Spritztour. Später wurde es mit einem Schaden von 7.000 Euro aufgefunden. Die Versicherung wollte nur die Hälfte bezahlen, wogegen die Frau klagte. Diesen Prozess verlor sie nun vor dem Oberlandesgericht (OLG) Koblenz (Aktenzeichen 10 U 1292/11).

Das Gericht urteilte, dass die Frau grob fahrlässig und leichtsinnig gehandelt habe. Solange weitere Personen Zutritt zu einem Bereich haben, müsse man mit derartigen Vorfällen rechnen. Die Frau hätte ihren Schlüssel in einem vorhandenen Spind einschließen müssen.

Daher gilt wohl auch für alle anderen Angestellten und Arbeiter: Schließt euer Hab und Gut sicher weg oder tragt es in der Hosen- oder Handtasche mit euch herum! Andernfalls riskiert ihr euren Versicherungsschutz.


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