Bewerbungs-Serie (7): Wie gelingt ein Telefon-Interview?

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Eure Bewerbung ist auf Interesse gestoßen. Super! Nun ruft der potenzielle neue Arbeitgeber an und will ein kurzes Interview führen. Kein Grund zur Panik! Denn Arbeitgeber wollen euch damit nichts ins Bockshorn jagen, sondern oft nur offene Fragen klären. Denn eine Lücke im Lebenslauf oder die Gehaltsvorstellungen des Bewerbers lassen sich in einem Telefonat schnell beantworten – kostengünstig und ohne viel Aufwand. Ein Telefonat ist daher eine gute Gelegenheit, den positiven ersten Eindruck zu festigen. Sofern man ein paar Dinge beachtet.

Auch wenn man seinem Gesprächspartner nicht gegenüber sitzt, sollte man ein Telefon-Interview nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich ist es doch ein Bewerbungsgespräch im Mini-Format. Daher sollte man wissen, welche Angaben man gemacht hat und was das Unternehmen verlangt. Ein bisschen Hintergrundwissen zum neuen Arbeitgeber kommt immer gut an, ebenso ein paar intelligente Fragen, die man selbst stellen kann. Wer dann noch weiß, was er verdienen will und wann er frühestens anfangen kann, hat schon so gut wie gewonnen – zumindest, was die inhaltlichen Themen anbelangt.

Der richtige Anruf zur falschen Zeit

Wenn das Baby schreit und der Partner nicht zu Hause ist, kann man schlecht telefonieren. Ebenso im Auto ohne Freisprecheinrichtung, an der Supermarktkasse oder im Büro, wenn der Noch-Chef daneben steht. In solchen Momenten sollte man klar sagen, dass ein Gespräch nicht möglich ist – und gleich einen neuen, zeitnahen Termin vorschlagen. Wenn man dabei freundlich ist und die Bitte nett verpackt, hat jeder Mensch dafür Verständnis. Wer nicht am Arbeitsplatz angerufen werden will, kann um Diskretion bitten und schon im Anschreiben Zeiten für mögliche Telefonate nennen.

Ein Bewerber darf niemals…

Daneben gibt es Dinge, die ein Bewerber unbedingt vermeiden sollte. Selbstverständlich darf er nicht unhöflich oder patzig antworten oder seinem Gesprächspartner ins Wort fallen. Er sollte zudem gut erreichbar sein. Wenn er einmal nicht erreichbar ist, muss der Arbeitgeber in spe zu einer seriösen Mailbox-Ansage weitergeleitet werden. Und ohne Frage muss er sofort wissen, warum ihn ein Mitarbeiter dieses Unternehmens anruft: Wer erst nachfragen muss, was der Grund für den Anruf ist, katapultiert sich sofort ins Aus.

Weitere Teile der Bewerbungs-Serie:

Teil 1 – Die Auswertung von Stellenanzeigen
Teil 2 – Die positive Selbstdarstellung
Teil 3 – Der Inhalt einer Bewerbungsmappe
Teil 4 – Das beherzte Anschreiben
Teil 5 – Der überzeugende Lebenslauf
Teil 6 – Die Besonderheiten bei einer Online-Bewerbung
Teil 7 – Das professionelle Telefon-Interview
Teil 8 – Die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs
Teil 9 – Die Fragen im Vorstellungsgespräch
Teil 10 – Die leidige Gehaltsfrage


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