Ein „Happy New Year“ mit Schwächen

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Silvesterstimmung im April? Die frisch erschienene DVD „Happy New Year” macht’s möglich. Rund um den alljährlichen Balldrop am New Yorker Times Square erzählt der Episodenfilm die Silvestererlebnisse verschiedener Menschen. Emotionale Kurzgeschichten im schnellen Wechsel – dieses Konzept ist erprobt und hat sich bewährt. Doch reicht das allein für einen guten Film aus?

Der Inhalt von „Happy New Year“

Eine Krankenschwester und ein sterbender, alter Mann, der noch einmal den Balldrop sehen will. Die Organisatorin den Balldrops, die um Mitternacht eine wichtige Verabredung hat. Ein Rockstar, der seine frühere Verlobte zurückgewinnen will. Zwei Paare, die um die erste Geburt des Jahres wetteifern. Eine schüchterne Angestellte, die endlich einmal ihre guten Vorsätze umsetzen will – und ein junger Kurierfahrer, der ihr dabei helfen soll. Eine alleinerziehende Mutter, die ihre schwerverliebte Teenager-Tochter im Zaum halten will. Ein Silvestermuffel und ein Mann, der seinem Silvesterkuss des vergangenen Jahres nachtrauert. In „Happy New Year“ werden viele Geschichten erzählt, die sich teilweise überschneiden. Doch welche Episoden in andere münden, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Meine Meinung zu „Happy New Year“

Ein Pluspunkt des Films ist sicherlich die ausgezeichnete Besetzung: Die Oscar-Preisträger Robert De Niro, Halle Berry und Hilary Swank geben sich die Ehre und werden flankiert von wohlklingenden Namen wie Michelle Pfeiffer, Sarah Jessica Parker, Katherine Heigl, Ashton Kutcher, Jon Bon Jovi, Josh Duhamel, Til Schweiger u. v. m. Auf meinem Rückflug von Atlanta nach Frankfurt sorgte „Happy New Year“ für Kurzweil – jedoch sah ich mich nicht gezwungen, den Film für meine Blicke aus dem Fenster zu unterbrechen. Dafür war er zu vorhersehbar, zu wenig mitreißend, einfach zu unbedeutend.

„Happy New Year“ ist sicherlich besser zu bewerten als sein Vorgänger „Valentinstag“, der an Langeweile kaum zu überbieten war. Jedoch hätte ich mir etwas mehr Dramatik und Tiefgang gewünscht. Die Charaktere werden nur oberflächlich dargestellt. Ihre Konflikte, Ängste und Sorgen kann man bestenfalls erahnen, weil man selbst schon einmal Ähnliches erlebt hat. Wesentlich besser fand ich da schon „Er steht einfach nicht auf Dich!“, wobei auch dieser nicht einmal im Ansatz an DEN Liebes-Eposidenfilm schlechthin heranreicht: „Tatsächlich Liebe”.

Fazit

Den Kauf der DVD „Happy New Year“ kann man sich sparen und auf die Fernsehpremiere warten – es sei denn, man ist ein großer Fan des Episodenfilms generell oder eines der Schauspieler.


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