Buchbesprechung für „Sturmhöhe“ von Emily Brontë

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Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ habe ich verschlungen und war begeistert. Aus irgendeinem Grund ging ich davon aus, dass „Sturmhöhe“ von Emily Brontë ein ebenso gelungenes Meisterwerk sein müsste. Die Inhaltsangaben und Kritiken versprachen viel. Der Roman erfüllte jedoch noch nicht einmal ansatzweise meine Erwartungen.

Der Inhalt von „Sturmhöhe“

Auf dem Anwesen Wuthering Heights im englischen Yorkshire lebt die Familie Earnshaw. Von einer Geschäftsreise bringt der Vater eines Tages die Waise Heathcliff mit nach Hause. Während sich seine Tochter Catherine schnell mit dem wilden Jungen anfreundet, bleibt Sohn Hindley nicht nur auf Distanz, sondern schikaniert den Neuankömmling immer mehr. Die Jahre vergehen und Cathy und Heathcliff verlieben sich in einander. Dennoch heiratet Cathy den Nachbarsjungen Edgar Linton und zieht zu ihm nach Thrushcross Grange. Heathcliff verlässt die Gegend als er von der Verlobung hört und kehrt wenige Jahre später als reicher Mann zurück. Wieder ist es ihm nicht möglich, Cathy ganz für sich zu gewinnen – und sein Rachefeldzug gegen die Familien Earnshaw und Linton beginnt.

Meine Meinung zu „Sturmhöhe“

Die Geschichte von „Sturmhöhe“ ist ohne Frage interessant und gut konstruiert. Der einzige inhaltliche Makel war für mich das Ende, das meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Rest des Romans passt. Doch trotz des guten Aufbaus und Inhalts war ich manchmal kurz davor, das Buch an die Wand zu werfen. Das lag vor allem an den Charakteren und der gänzlichen Abwesenheit eines Sympathieträgers. Im gesamten Roman gibt es nicht eine einzige Person, die ich mochte. Die eine Seite ist durch und durch schlecht, die andere durch und durch verblödet. Allen voran die Ich-Erzählerin Nelly, die sehenden Auges in jede Katastrophe und Falle rennt, die sich ihr bietet. Bei so viel Idiotie konnte ich nicht anders, als böse werden. Weshalb das Buch leider auch nur drei der möglichen sechs Sterne bekommt.


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