Bewerbungs-Serie (4): Fünf Tipps für ein überzeugendes Anschreiben

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Noch bevor Personaler Zeugnisse und Lebensläufe studieren, lesen sie das Anschreiben einer Bewerbung. Meist entscheidet dieser kurze Text über das Wohl und Wehe. Ist der Text überzeugend, lesen sie auch den Rest. Ist es nichtssagendes Blabla, hat man so gut wie verloren. Das Anschreiben muss daher überzeugend sein und perfekt zu dem Posten passen, auf den ihr euch bewerbt. Und es darf nur einen Schluss zulassen: Nur ihr allein taugen für diesen Job!

Selbstverständlich muss man für die Stelle qualifiziert sein, auf die man sich bewirbt. Wenn man das nicht ist, bringen auch die folgenden Tipps nichts. Aber wenn man alle wichtigen Voraussetzungen erfüllt, muss man sich nur noch gut verkaufen. Dabei helfen diese Punkte:

1. Formfehler vermeiden

Ganz wichtig ist immer, Rechtschreibfehler zu vermeiden und auch den Unternehmensnamen richtig zu schreiben. Daneben muss man auf das aktuelle Datum achten und die richtige Ansprache wählen (persönliche Anrede bei einem direkten Ansprechpartner, „Sehr geehrte Damen und Herren“ wenn kein Ansprechpartner genannt ist). Am besten lässt man sein Anschreiben von einer anderen Person Korrektur lesen. Andere finden Fehler meist schneller als man selbst.

2. Betreffzeile: Klar und deutlich

Einzig das Wort „Bewerbung“ in der Betreffzeile hilft dem Empfänger nicht weiter – schon gar nicht, wenn der Brief an die Personalabteilung adressiert ist. Schreibt klar und deutlich, auf welche Stelle ihr euch bewerbt, z. B. „Bewerbung als Junior-Referent im Bereich Business Development“. Dabei kann man ruhig die Beschreibung des Unternehmens in die Betreffzeile kopieren. Und wenn eine Kennziffer angegeben ist, packt man diese in Klammern dazu: „Bewerbung als Junior-Referent im Bereich Business Development (Kennziffer: 123.456)“

3. Anschreiben gut strukturieren

Jeder Text braucht eine Struktur. Ihr möchtet mit eurer beruflichen Qualifikation starten, dann zu den persönlichen Fähigkeiten übergehen und mit euren Beweggründen für den Jobwechsel schließen. Gerne! Ihr möchtet lieber umgekehrt anfangen? Auch gut! Wichtig ist nur, dass ihr einen Punkt behandelt und erst danach zum nächsten übergeht. Eines nach dem anderen – und nicht wild durcheinander. Am einfachsten geht das, in dem man die einzelnen Punkte durch Absätze trennt.

4. Inhalt individuell gestalten

Wie schon im zweiten Teil der Serie erklärt, müsst ihr eure Stärken hervorheben – und dies immer in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle. Das geht nur, wenn ihr für jede Bewerbung ein individuelles Schreiben erstellt. Greift dabei auf jeden Fall die Wortwahl der Anzeige auf! Wenn das Unternehmen jemanden mit „Erfahrungen bei der Planung von Kundenveranstaltungen“ sucht, dann könntet ihr z. B. schreiben: „Bei meinem derzeitigen Arbeitgeber bin ich u. a. für die Planung von Kundenveranstaltungen zuständig.“

5. Konkrete Beispiele nennen

Viele Leute sagen von sich, dass sie belastbar, flexibel und ein Organisationstalent sind. Doch können sie es auch belegen? Gebt immer Beispiele, wenn ihr etwas behauptet! Ihr seid belastbar, weil ihr neben eurer Vollzeit-Stelle euren Meister macht? Ihr seid flexibel und ein Organisationstalent, weil ihr es schafft Kinderbetreuung und Schichtdienst unter einen Hut zu bringen? Dann schreibt das genauso! Nur Beispiele machen euch glaubwürdig!

Weitere Teile der Bewerbungs-Serie:

Teil 1 – Die Auswertung von Stellenanzeigen
Teil 2 – Die positive Selbstdarstellung
Teil 3 – Der Inhalt einer Bewerbungsmappe
Teil 4 – Das beherzte Anschreiben
Teil 5 – Der überzeugende Lebenslauf
Teil 6 – Die Besonderheiten bei einer Online-Bewerbung
Teil 7 – Das professionelle Telefon-Interview
Teil 8 – Die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs
Teil 9 – Die Fragen im Vorstellungsgespräch
Teil 10 – Die leidige Gehaltsfrage


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