Reifen wechseln ist gar nicht so schwer

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Mit etwas Glück können wir den Winter jetzt erst einmal zu den Akten legen. Die ersten Frühblüher sind durch, die Vöglein zwitschern und die Sonne schenkte uns schon einige schöne Stunden. Doch bevor wir unsere Terrassen oder Gärten auf Vordermann bringen, sollten wir uns erst einmal einer Sache widmen, die wir täglich nutzen: unserem Auto!

Jedes Auto hat eine Frühjahrskur verdient. Das fängt mit einer ausgiebigen Wäsche an, geht mit einem Lack-Test weiter und endet beim Aufziehen der Sommer-Reifen. Gerade der letzte Punkt ist vielen Autofahrern verhasst. Dabei ist das Wechseln der Reifen gar nicht so schwierig. Ich selbst habe das jahrelang mit meinem Vater zusammen gemacht: Erst kam der Wagen meiner Mutter dran, dann mein eigener. Die ganze Prozedur inklusive Probefahrt, Muttern nachziehen und Reifen in den Keller schleppen dauerte nur anderthalb Stunden – und machte bei entsprechendem Wetter sogar Spaß!

So funktioniert ein Reifenwechsel

  1. Bevor wir mit dem Wechseln der Reifen beginnen, ziehen wir zunächst die Handbremse und legen den ersten Gang ein (Automatikschaltung auf „P“).
  2. Danach nehmen wir vorsichtig die Radkappen ab.
  3. Die Radmuttern lösen wir mit einem Schraubenschlüssel oder Radkreuz, drehen sie jedoch nicht vollständig ab.
  4. Entsprechend der Betriebsanleitung bocken wir das Auto mit dem Wagenheber auf, bis das Rad in der Luft schwebt.
  5. Dann drehen wir die Radmuttern komplett heraus und nehmen das Rad ab.
  6. Damit man im nächsten Winter weiß, welches Rad wohin gehört, kann man es mit Kreide beschriften.
  7. Danach stecken wir ein neues Rad in die Halterung und drehen die Radmuttern auf, ohne sie komplett festzuziehen. Die Muttern drehen wir immer über Kreuz auf, damit sich das Rad nicht verkantet.
  8. Mithilfe des Wagenhebers lassen wir das Auto wieder herunter.
  9. Wenn die Reifen komplett auf dem Boden stehen, ziehen wir die Radmuttern fest (auch wieder über Kreuz).
  10. Dieses Vorgehen wiederholen wir bei allen anderen Rädern.
  11. Danach überprüfen wir den Reifendruck und pumpen ggf. noch etwas Luft nach bzw. lassen etwas Luft ab.
  12. Nach einer kleinen Probefahrt ziehen wir die Radmuttern noch einmal nach und stecken anschließend die Radkappen auf.
  13. Fertig ist der Reifenwechsel und der Sommer kann kommen!


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