Ein kurzer Gedanke zum Thema unnötiger Verpackungsmüll

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Immer wieder gibt es Momente in meinem Leben, in denen ich meine Mitmenschen nicht verstehen kann. Etwa, wenn sie sich ohne Grund gegenseitig das Leben schwer machen, z. B. auf der Autobahn oder im Arbeitsalltag. Oder wenn sie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Jüngstes Beispiel: meine letzte Internet-Bestellung.

Ich hatte mir einen Anhänger für mein Armband bestellt. Nun muss man wissen, dass dieser Anhänger einen Durchmesser von nicht einmal einem Zentimeter hat. Der Karton, in dem er geliefert wurde, maß jedoch 11 x 11 x 11 Zentimeter. Das Ganze sah also folgendermaßen aus:

Und wieder einmal fragte ich mich: Warum? Warum wird so viel Pappe verschwendet für solch einen winzigen Gegenstand? Warum erhöht jemand absichtlich seine Kosten, statt beim Porto zu sparen? Hätte ein wattierter Umschlag nicht vielleicht auch gereicht?

Leider ist das kein Einzelfall. Meine letzte Bestellung bei einem großen Online-Schuhhändler verlief ganz ähnlich. Ich hatte mir drei Paar Stiefeletten zur Ansicht bestellt. Geliefert wurden sie in einem Karton, der 120 x 100 x 50 Zentimeter maß. Der Karton war so riesig, dass sich selbst der Paketdienst weigerte, ihn wieder mitzunehmen und daher so lange klingelte, bis ich mit meiner Dusche fertig war. Zwei der drei Paar Schuhe gingen wieder zurück – und ich musste den Karton mit dem Auto zur 100 Meter weit entfernten Post fahren. Tragen konnte ich ihn nicht, dafür waren meine Arme zu kurz. Ein Hoch auf den Umweltschutz!